Es ist nachmittags, gegen 14.30 Uhr, im Göltschtal nahe der weltberühmten Göltschtalbrücke. Ein stämmig gebauter Radsportler rauscht im weiß-schwarzen, rot abgesetzten Trikot auf einem Mountainbike heran. „Ich will bis rauf auf den Kuhberg“, ruft er. „Vielleicht düse ich dann noch zur Talsperre Zeulenroda oder in den Pöllwitzer Wald.“ Bevor er weiter auf die höchste Erhebung im Nordvogtland in die Pedalen tritt, stoppt der Mann im Sportdress. Er ist Thomas Barth, langjähriger Kapitän der überaus erfolgreichen DDR-Friedensfahrt-Mannschaft. Sechsmal führte er in den 80er Jahren „sein Team“ zum Sieg, holte in den letzten 20 DDR-Jahren mit anderen Radprofis zahlreiche Medaillen für den untergegangenen Staat – bei nationalen und internationalen Rennen.
