Aktuelles

Aktueller Cup-Stand SV-Cup und Nachholtermin VJS und LVM Ausdauer

Der TRV veröffentlicht hiermit die aktuellen Cup-Stände des Jugendfördercup Thüringen der SV SparkassenVersicherung und des U10 Anfänger-Cups.

Aufgrund der wetterbedingten Unterbrechung/Absage der VJS/LVM Ausdauer am 17.07. in Gera wird die Veranstaltung am Samstag, den 28.08.2021 in Gera nachgeholt.

Die Altersklasse U11 absolviert am 28.08. nur die 100m fl. und 500m stehend. Diese beiden Disziplinen werden in einem Omnium zusammengefasst und für den SV-Cup, entsprechend der Festlegung aller am 17.07. anwesenden Trainer, mit halber Punktzahl bepunktet.

Für die Altersklassen U13/U15 bleibt des Wettkampfprogramm für den Nachholtermin unverändert.

Die Ausschreibung und das Meldeformular für den 28.08.2021 sind hier zu finden:

https://ssv-gera.de/pages/veranstaltung2021-ergebnisse-lvmbahn

Gesamteinzelwertung
Vereinswertung
Aktivster Fahrer U15
U10-Cup

Verbandsjugenspiele und LVM Ausdauer am 17.7.

Aufgrund der Absage der Radrennen in Magdala und Töttelstädt finden nun, wie ursprünglich geplant, am 17.7.2021 in Gera die Verbandsjugendspiele der Altersklasse U11 inkl. U10-Cup und die Landesverbandsmeisterschaft Ausdauer der Altersklassen U13 und U15 statt.

Die Sportler der U11 und U10 absolvieren im Rahmen der Verbandsjugendspiele ein Omnium aus Geschicklichkeitsfahrtest, 100m fliegend und 500m stehend. Der Wettbewerb wird mit Straßenrädern absolviert.

Im Rahmen der LVM Ausdauer steht für die U13 die 2000m Mannschaftsverfolgung und das Punktefahren auf dem Programm. Die U15 suchen ihre Landesmeister in den Disziplinen 2000m Einerverfolgung, 2000m Mannschaftsverfolgung und Madison.

Die Ausschreibung zur Veranstaltung wird kurzfristig in den nächsten Tagen auf rad-net zu finden sein. Alle weiteren Informationen zum Wettkampf auf www.ssv-gera.de

An diesem Tag wird auch die Gesamtsiegerehrung des SV-Cup 2020 nachgeholt.

Absage EZF Magdala und Straßenrennen Elxleben

Durch verkehrstechnische Einschränkungen kann die Absicherung des Einzelzeitfahrens am 17.07.2021 in Magdala und des Straßenrennens am 18.07.2021 in Elxleben nicht gewährleistet werden. Deshalb müssen beide Veranstaltungen leider abgesagt werden.

Ein Jahr in der Nationalmannschaft – aber kein internationaler…

Der Erfurter Yannik Niebergall will ein guter Straßen-Profi werden

Die Corona-Pandemie schlägt wahllos, leider auch im Sport, zu. Diese traurige Erfahrung musste Yannik Niebergall im Vorjahr bitter erfahren. Mit Klasseleistungen hatte er sich in die Nationalmannschaft des Bund Deutscher Radfahrers (BDR) der Junioren-Bahn-Ausdauer, das sind die Verfolger in Einzel- und Vierermannschaftszeitfahren, unter dem Erfurter Bundestrainer Tim Zühlke qualifiziert. Alle freudigen Erwartungen wurden leider enttäuscht: Wegen Corona wurden viele Wettbewerbe abgesagt und am Ende der Saison hatte es kein einziges internationales Rennen für die besten Bahn-Junioren gegeben.

Mit 14 Jahren fuhr Niebergall in der Werner-Seelenbinder-Straße bei einem „Fette Reifen“-Rennen, für nicht Organisierte, als Vierter seine „Renner-Premiere“. Danach bekam er vom RSC Turbine Erfurt eine Einladung zum Probetraining auf der Radrennbahn. In der U13 und U15 zeichnete sich bereits mit Top Ten Plätzen bei Straßenrennen und im Winter auf der 250m-Hallenpiste in Frankfurt/Oder beim Punkterennen und 2000m-Einzelverfolgung ab, dass Zeit- und Bergfahren ihm am besten liegen. Mit der U17 wechselte er in die neunte Klasse auf das Erfurter Sportgymnasium und feierte unter Trainer Andreas Wartenberg beim Sachsenringrennen und der TMP-Tour rund um Gotha mit tollen zweiten Plätzen im Einzelzeitfahren und der Gesamtwertung erste größere Erfolge. Es folgten zwei Deutsche Meistertitel mit Yannick Noah Andrä (Altenburg), Dominik Wolf (Gera) und dem Erfurter Oliver Schneider mit dem Bahnvierer in Dudenhofen. Mit dem Straßenvierer holte Niebergall zusammen mit Erik Rauch (Erfurt), Andrä und Wolf in Genthin auch den Straßentitel im Vierer. In die U19 gewechselt wurde er Gesamtachter bei der „Internationalen Cottbuser Etappenfahrt“ und holte denselben Rang bei der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren. Dazu kam die DM-Silbermedaille für Thüringen mit dem Bahnvierer mit Niebergall, Axel Borgwald (Erfurt), Paul Groch (Sömmerda) und Wolf im Berliner Velodrom. Mit dem Titel des Thüringer Bergmeisters, Rang vier bei der Berg-DM und dem DM-Titel mit dem Straßenvierer zusammen mit Philipp Gebhardt (Sömmerda), Leo Zierenner und Kevin Genzmer (beide Erfurt) in Genthin und mit Rang neun in der BDR-Jahreswertung verabschiedete sich Niebergall in die Männerklasse.

Für die nun beginnende neue Saison hatte er sich bei mehreren Teams beworben. „Ich war über die Zusage vom Thüringer Continental-Team P&S Metalltechnik (3. Profiliga) sehr glücklich, als ich vom Chef Lars Wackernagel, der früher selbst ein erfolgreicher Profi war und zu einem vielseitigen Organisator und Trainer gereift ist, die Information bekam“, sah der 19-Jährige ein erstes Ziel erreicht. Nach einem Trainingslager in Kroatien mit 1500 Kilometern hat Niebergall, der 1,76 Meter groß ist und 63 Kilo wiegt, dort bei seinem ersten Männerrennen die taktischen Aufgaben für sein Team sehr gut erfüllt. Und wie beginnt nun die deutsche Saison: „Das ist schwer zu sagen, nach vielen Absagen wie „Rund um Köln“ oder dem Bundesligarennen in Duisburg, hoffen wir im Frühjahr auf den „Sachsenring“ und die „Erzgebirgs-Rundfahrt“, blickt der junge Profi voraus.

Aktueller Cup-Stand SV-Cup

Nach Durchführung der SV-Cup Zeitfahr-Challenge wird hiermit den aktuelle Stand der Gesamteinzelwertung des SV-Cup der Altersklassen U11 bis U15 veröffentlicht.

Gesamteinzelwertung

Absage der LVM Straße am 02.05.2021

Leider muss die geplante Landesverbandsmeisterschaft Straße am 02.05.2021 in Sömmerda abgesagt werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Sömmerda lehnt angesichts des hohen Infektionsgeschehens zum jetzigen Zeitpunkt Genehmigungen von Veranstaltungen grundsätzlich ab.

Eine WM-Teilnahme wäre das Größte

Gespräch mit Trainer Steffen Uslar

Der Erfurter Steffen Uslar, den alle Fachleute respektvoll nur „Ussi“ nennen, war selbst ein erfolgreicher Rennfahrer. Neben der Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft 1987 in Italien war er bei den Junioren auch DDR-Meister im Punktefahren auf der Bahn und DDR-Vizemeister auf der Straße. Zu den Männern gewechselt wurde der heute 51-Jährige Dritter beim früheren hessischen Klassiker „Rund um den Henningen-Turm“ durch die Taunus-Berge, eroberte einen Bundesliga-Tagessieg und war Gesamtsieger der heute leider nicht mehr existierenden „Thüringen-Rundfahrt“ der Elite 1994. Zusammen war er 15 Jahre aktiver Radsportler.

Welche Altersklassen trainieren Sie?

Ich bin für die weiblichen U17 und U19 am Landesleistungszentrum Erfurt verantwortlich.

War Ihre Saison 2020 auch von Corona gezeichnet?

Das muss man wohl so sehen. Vor allem die Planung war bei vielen Absagen von Wettkämpfen und dadurch bedingt sehr wenig Rennen, immer ein Problem. Wir haben uns besonders gefreut, trotz dieser Probleme, einige Erfolge eingefahren zu haben.

Gab es auch Titel für Ihre Schützlinge?

Ja. Franzi Arendt in der U17 wurde beim Omnium (Mehrkampf) auf Bahn, auf der Straße und beim Kriterium Thüringer Landesmeisterin. Nach Platz fünf bei der Deutschen Meistershaft auf der Straße holte sie den Titel im Einzelzeitfahren. Dazu gewann Franzi beim Bundes-Sichtungsrennen in Töttelstädt zwei Rennen und wurde damit Gesamtsiegerin der Jugend-Rangliste im Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nach sechs Rennen.

Und weitere Platzierungen?

Ebenfalls in der U17 gewann Cassandra Bloch im Omnium die Silbermedaille und landete bei der Deutschen Straßenmeisterschaft auf Platz zehn. Damit schaffte sie in der Jugend-Rangliste des BDR den fünften Platz.

Was bedeutet  das für die beiden Sportlerinnen?

Sehr viel. Mit ihren klasse Ergebnissen rücken beide, ab der nun beginnenden Saison, in die Deutsche Juniorinnen-Nationalmannschaft auf.

Gab es etwas besonderes bei Ihrer Trainerarbeit?

Als wir vor einem Jahr aus Kroatien nach Hause gekommen sind, war hier Lockdown und alle Schulen zu. Da habe ich telefonisch individuelle Methoden probiert.

Wie lange arbeiten Sie schon als Trainer?

Nach 15 Jahren als Fitness- und Rehatrainer bin ich seit acht Jahren beim Thüringer Radsport Verband.

Fahren Sie selbst auch noch mit dem Rennrad?

So zwei- bis dreimal in der Woche fahre ich eine 50km bis 60km-Runde.

Was wünschen Sie sich für die Saison 2021?

Ein einigermaßen normales Wettkampf-System und Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften auf der Straße in Bolanden und auf der Bahn in Köln. Das absolute Highlight wäre eine Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften auf der Bahn in Kairo.

Wann beginnt die Saison in Thüringen?

Hoffentlich mit dem Straßenrennen am 23. Mai in Leubingen und dem Bundes-Sichtungsrennen am 8./9. Mai in Töttelstädt.

Als Renner und Trainer erfolgreich

Sascha Jäger ist seit 35 Jahren beim Radsport

Es ist wirklich nicht alltäglich, dass ein Mensch so lange dem Sport die Treue hält. Bei Sascha Jäger gab es allerdings eine berufsbedingte, fünfjährige Unterbrechung. Aber richtig weg vom Radsport war er eigentlich nie. Inzwischen hat er auch seine Kinder Julien als Junioren – Europameister im Keirin und Teamsprint in Gent und seine Tochter Lara – Sophie als Deutsche Jugend – Vizemeisterin im Sprint und Teamsprint im Berliner Velodrom in seinem Sport integriert.

Bereits mit neun Jahren begann er bei der damaligen BSG Post unter seinem ersten

Übungsleiter Manfred Adelmeyer, der auch als Rennfahrer und Schrittmacher aktiv war, mit Rennen auf der Straße, der Bahn und beim Cross in der Altersklasse (AK) 10. Später führten ihn Dr. Manfred Wandersleb und Ekehard Lutzke bis er in der AK 12 bereits zum Sprint wechselte. Im Alter von 14 Jahren kam Jäger zur Kinder- und Jugendsportschule und gewann 1989 die Bezirksmeisterschaft und die Bezirksspartakiade mit dem Straßen – Vierer. Nach der politischen Wende gehörte er dem Thüringer Sport Verein (TSV), dem Nachfolger des aufgelösten SC Turbine, an. Zu den Junioren (U19) gewechselt verbesserte er seinen Sprintfähigkeit unter „Sprintprofessor“ Jochen Wilhelm enorm und wurde auf der Bahn in Dudenhofen mit seinem Clubkameraden Thomas Meyer Deutscher Meister 1992 auf dem Tandem, wobei er das Meistertrikot noch mit einem vierten Platz im Sprint untermauerte. Ein Jahr später holte das Duo in Solingen die Tandem-Silbermedaille.

Nach einer langwierigen Erkrankung an Pfeifrischen Drüsenfieber und einer Not-Op in Erfurt war ein Jahr sportliche Pause, indem Jäger seinen Abschluss als Groß- und

Außenhandelskaufmann schaffte. Nach einem Jahr bei den Feldjägern der Bundeswehr war er in Frankfurt/Main bei McDonald im Management und für eine Backfirma mit 13 Geschäften im Rhein-Main-Gebiet zuständig.

Mit 29 Jahren kam Jäger wieder in seine alte Heimat Erfurt zurück. Was lag dabei näher, als nach der langen Pause einen „Rücktritt vom Rücktritt“ als Bahnradsprinter zu versuchen. „Das war eine unsägliche Schinderei, beim Straßentraining musste ich anfangs bergauf geschoben werden, weil ich das Tempo meiner Freunde vom „Sprintteam der Stadtwerke Erfurt“ nicht mithalten konnte und habe über zehn Kilo abgenommen“, erinnert er sich heute lächelnd. Schließlich klappte es doch wieder: An der Seite von Robert Förstemann, Rene Wolff, Michael Seidenbecher und Kristina Vogel ging es steil bergauf und mit Förstemann und Alexander Lesser gewann Jäger in Hamburg die DM – Bronzemedaille im Teamsprint. Auch in der BDR – Sprintercup – Serie mit sechs Renntagen wurde er einmal Sechster und hinter Seidenbecher und Rene Enders sogar Dritter. Nach einem schweren Sturz bei der Keirin – DM in Cottbus beendete er mit 31 Jahren seine aktive Laufbahn.

Sofort danach wurde Jäger Übungsleiter der U11 und U13 beim RSC Turbine, ehe er im Auftrag des Thüringer Radsport-Verbandes im Sprintteam Thüringen landete. Hier arbeitet Jäger mit acht Sportlern und drei Sportlerinnen der U19 und fünf der U17. Zwischendurch half er auch bei Pauline Grabosch als Trainer aus, bevor diese mit Kristina Vogel und Miriam Welte (Kaiserslautern) im niederländischen Apeldoorn zur Weltmeisterin im Teamsprint gekürt wurde. „Von meinen Mentoren Jochen Wilhelm und Tim Zühlke habe ich viel gelernt“, ist sich der 44-Jährige heute sicher, der gerade Lara – Sophie Jäger, Stella Müller und Willy Weinrich auf die Junioren-Weltmeisterschaften in Kairo vorbereitet.