Aktuelles

Junior Geßner gewinnt am Bilster Berg und die Bundesliga-Gesamtwertung

Bilster Berg (rad-net) – Jakob Geßner ist Gesamtsieger der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» der Junioren. Als Führender gewann er das letzte Rennen am Bilster Berg und fuhr damit souverän den Gesamterfolg ein. Aus einer dreiköpfigen Spitzengruppe setzte er sich vor Henri Uhlig und Hannes Wilksch durch. Parallel wurde die Deutsche Berg-Meisterschaft der Junioren ausgefahren, die Geßner mit seinem Sieg auch für sich entschied.

Früh im Rennen hatte sich eine Spitzengruppe mit elf Fahrern gebildet, in der mit Geßner auch einige weitere Favoriten vertreten waren. Rund 25 Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe aber zurückgeholt und aus Konterattacken entstand die entscheidende vierköpfige Spitzengruppe. Zu der gehörte neben den drei erstplatzierten zwischenzeitlich auch Vize-Weltmeister Marius Mayrhofer, der aber reißen lassen musste.

In der letzten Runde attackierte Geßner in der Mausefalle, dem steilen Anstieg auf der 4,2 Kilometer langen Strecke und erreichte wenige Sekunden vor Uhlig, der seinerseits auch einen kleinen Vorsprung auf Wilksch hatte, das Ziel.

In der Gesamtwertung setzte sich Jakob Geßner mit 943 Punkten vor Maurice Ballerstedt (782 Punkte) und Henri Uhlig (686) durch. Die Sprint- sowie Bergwertung entschied ebenfalls der Thüringer für sich. In der Mannschaftswertung war das Team Auto Eder-Bayern nach insgesamt acht Wertungsrennen auf Platz eins.

Zanner und Juniorin Ludwig Gesamtsiegerinnen der Rad-Bundesliga

Bilster Berg (rad-net) – Beate Zanner und Juniorin Hannah Ludwig sind Gesamtsiegerin der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga». Beide sicherten sich aber nicht nur den Gesamtsieg, sondern feierten auch den Tagessieg am Bilster Berg. Zanner gewann als Solistin vor Lisa Robb und Sarah Scharbach. Mit großem Vorsprung setzte sich auch Ludwig vor Katharina Hechler und Dorothea Heitzmann durch.

Die U19-Fahrerin waren mit zwei Minuten Vorgabe vor den Frauen gestartet und Ludwig wurde bis ins Ziel nicht mehr eingeholt – im Gegenteil, sie baute den Vorsprung aus. Bereits nach rund fünf Kilometern hatte sie sich zusammen mit Hechler vom Feld abgesetzt. Das Duo arbeitete gut zusammen und holte schnell eine Minute Vorsprung auf die Konkurrenz heraus.

Rund zwölf Kilometer vor dem Ziel konnte Hechler aber Ludwig nicht mehr folgen, sicherte aber Platz zwei ab.

«Ich bin früh über das Rennen heute und über die ganze Saison. Es war schon etwas emotional heute, da es mein letztes Rennen als Juniorin und mit meinem Team Mangertseder war. Trotzdem bin ich sehr dankbar für die Unterstützung des Teams in den beiden Jahren und freue mich auf neue Herausforderungen», so Ludwig, die ab der kommenden Saison im deutschen Frauen-Profiteam Canyon-Sram fahren wird. Um Platz drei wurde es noch einmal spannend. Es hatte sich eine dreiköpfige Gruppe mit Dorothea Heitzmann, Finja Smekal und Anna Helene Zdun gebildet. Eingangs der letzten Runde griff Heitzmann an und der Angriff war erfolgreich. Rund 20 Sekunden vor Smekal, die sich von Zdun hatte absetzten können, wurde sie Dritte.

Derweil hatte sich auch das Feld der Frauen verkleinert. Rund zehn Kilometer griff Zanner an und fuhr der Konkurrenz alleine davon. Im Sprint einer siebenköpfigen Verfolgergruppe sicherten sich Robb und Scharbach die Plätze zwei und drei.

«Meine Taktik sah heute so aus, dass ich immer aufgepasst habe, was Tatjana Paller macht, da sie in der Gesamtwertung mir am nächsten war. Es hieß also reagieren und agieren. Im Finale war ich dann mit Tatjana weggefahren und habe dann das Rennen alleine fortgesetzt, um auf Nummer Sicher zu gehen. Denn man kann sich im Sprint einer Gruppe nie sicher sein, wie das Rennen ausgeht», erklärte Zanner.

Beate Zanner wann mit 1176 Punkten die Bundesliga-Gesamtwertung der Frauen vor Tatjana Paller (1052 Punkte) und Hannah Steffen (801), die damit auch die Nachwuchswertung für sich entschied. Bei den Juniorinnen setzte sich Hannah Ludwig mit 1560 Zählern vor Dorothea Heitzmann (1268) und Anna-Helene Zdun (978) durch. Ludwig gewann auch die gemeinsame Sprint- und Bergwertung der Frauen und Juniorinnen. In den Mannschaftswertungen hatten die Teams Maxx Solar-Lindig und Mangertseder-BRV/RLP/WRSV, zu denen auch die jeweiligen Gesamtsiegerinnen gehören, die Nase vorn.

Worrack und Geßner in den Top-20

Am dritten Wettkampftag der Straßenrad-WM in Innsbruck fanden am gestrigen Dienstag die Einzelzeitfahren der Frauen und Junioren U19 statt. Gegen das niederländische Trio Anemiek van Vleuten, Anna van der Breggen und Ellen van Dijk konnte die Konkurrenz beim Zeitfahr-Wettbewerb der Frauen über 27,7 km in Innsbruck nichts ausrichten. Die Niederländerinnen gewannen alle Medaillen, die beiden deutschen Starterinnen Lisa Brennauer (Durach) und Trixi Worrack (RSC Turbine Erfurt) landeten auf den Plätzen 14 und 15.

Trixi Worrack (15. mit 3:02 Minuten Rückstand): „Ich hatte mir einen Platz unter den ersten Zehn gewünscht, aber nach dem Rennen am Sonntag schnell gemerkt, dass mit die Kraft in den Beinen fehlte. Ich konnte nicht die erforderlichen Wattzahlen treten. Van Vleuten hat das Mannschaftszeitfahren weggelassen. Das war für mich keine Option. Das war mein wichtigstes Rennen, und da haben wir den Titel geholt.“
Der Erfurter Jakob Geßner belegte im WM-Zeitfahren der Junioren einen respektablen zwölften Platz (2:45 Minuten zurück). „Es war ein sehr schweres Rennen, und ich kam zunächst nicht wirklich in Tritt. Später konnte ich mich wieder aufbauen, aber irgendwie war das ganze Rennen eine Qual“, sagte der 18-Jährige im Ziel.

Die Erfurterin Lisa Klein kann am Samstag nicht im Straßenrennen der Frauen antreten. Sie ist an einem Magen-Darm-Virus erkrankt und musste die Heimreise antreten. Ihren Platz nimmt Christa Riffel (Friedrichshafen/Canyon SRAM) ein.

Dorothea Heitzmann wird 22. im WM-Einzelzeitfahren

Zweiter Tag der Straßen-WM: Im Einzelzeitfahren der Juniorinnen über 19,8 km belegten Hannah Ludwig aus Traben-Trarbach (28,93 Sek. zurück) und Dorothea Heitzmann vom RSC Turbine Erfurt – 1:24 Min. zurück) die Plätze zehn und 22. Neue Weltmeisterin wurde die Niederländerin Rozemarijn Ammerlaan.

Dorothea Heitzmann: „Es war ein sehr anspruchsvoller aber schöner Kurs. Eigentlich dachte ich, es würde mehr gehen, aber es ging nicht. Für meine erste WM ist das aber ok.“

Deutsches Team holt WM-Titel

Drei deutsche Fahrer/innen standen zum Auftakt der Rad-WM in Innsbruck ganz oben auf dem Treppchen: Lisa Klein, Trixi Worrack und Maximilian Schachmann. Die erste Nationalhymne, die bei den Straßenweltmeisterschaften von Innsbruck erklang, war die deutsche. Das deutsche Team Canyon-SRAM hat zum Auftakt der Titelkämpfe im Teamzeitfahren der Frauen die Goldmedaille gewonnen.

Die Mannschaft mit den deutschen Fahrerinnen Trixi Worrack und Lisa Klein war auf der 54,5 Kilometer langen Rennstrecke 22 Sekunden schneller als die niederländische Mannschaft Boels Dolmans, die bereits 2017 Silber geholt hatte. Mit Bronze mussten sich die Titelverteidigerinnen von Sunweb (+0:29) um die Deutsche Straßenmeisterin Liane Lippert zufriedengeben. Für das vom Leipziger Ronny Lauke geleitete Team war es der insgesamt fünften WM-Titel im Mannschaftszeitfahren.
„Wir haben in diesem Jahr kein Mannschaftszeitfahren gewonnen, deshalb war das heute auch eine Überraschung für uns“, freute sich die 36-jährige Trixi Worrack, die als einzige bei allen fünf Titelgewinnen dabei war und in Innsbruck ihre insgesamt 21. Weltmeisterschaft – ununterbrochen seit 1998 – bestreitet.
Auch im Mannschaftszeitfahren der Männer durfte ein Deutscher jubeln: Maximilian Schachmann aus Berlin gewann mit seinem belgischen Team Quick-Step Floors den Titel vor dem letztjährigen Weltmeister Sunweb und dem amerikanischen Team BMX. Sunweb und das zweite deutsche WorldTour-Team BORA-hansgrohe gingen ohne deutsche Starter ins Rennen.
Das deutsche Continental Team Lotto Kern Haus schlug sich im Konzert der Großen tapfer und belegte Rang 20.

WM Einsätze am Montag, 24. September:

Einzelzeitfahren Juniorinnen:
Hannah Ludwig (Stahlross Wittlich)
Dorothea Heitzmann (Turbine Erfurt)

Einzelzeitfahren U23 Männer:
Lennard Kämna (Team Sunweb)
Max Kanter (Development Sunweb)

Kristina Vogel im Rollstuhl stark: «Möchte ins Leben zurück»

Berlin (dpa) – Kristina Vogel hat sich chic gemacht, weiße Bluse, dunkle Hose, rote Pumps. Sie wirkt gefasst. Zum ersten Mal nach ihrem folgenschweren Unfall vom 26. Juni präsentierte sich die Doppel-Olympiasiegerin der Öffentlichkeit – im Rollstuhl.

«Ich bin so weit zu sagen: Ich will mich wieder stellen. Der Tag ist nach wie vor hart. Aber ich bin bereit, die Situation anzunehmen und was daraus zu machen», sagte die vom siebten Brustwirbel abwärts gelähmte 27-Jährige im Unfall-Krankenhaus Berlin-Marzahn.

Die neben ihr sitzenden Ärzte sind beeindruckt von ihrer Zielstrebigkeit, ihrem Durchhaltewillen und ihrem Optimismus, manchmal nur ein bisschen genervt von ihrer Ungeduld. Betroffenheit über das schwere Schicksal der elfmaligen Weltmeisterin spürte man eigentlich mehr auf der von rund 80 Journalisten besetzten Tribüne im Hörsaal im alten Kesselhaus der Klinik. Kristina Vogel ist weit weg davon, dies tränenreich zu kommentieren. Von Selbstmitleid keine Spur. Auch wenn sie zugibt: «Ich bin keine Maschine und muss Tränen und Emotionen auch mal freien Lauf lassen.»

Die neben ihr sitzenden Ärzte sind beeindruckt von ihrer Zielstrebigkeit, ihrem Durchhaltewillen und ihrem Optimismus, manchmal nur ein bisschen genervt von ihrer Ungeduld. Betroffenheit über das schwere Schicksal der elfmaligen Weltmeisterin spürte man eigentlich mehr auf der von rund 80 Journalisten besetzten Tribüne im Hörsaal im alten Kesselhaus der Klinik. Kristina Vogel ist weit weg davon, dies tränenreich zu kommentieren. Von Selbstmitleid keine Spur. Auch wenn sie zugibt: «Ich bin keine Maschine und muss Tränen und Emotionen auch mal freien Lauf lassen.»

Dieser Tage durfte sie zum ersten Mal ins Bewegungsbad, dann übte sie Rollstuhlfahren – und stürzte prompt: «Das Timing war nicht auf meiner Seite.» Sie sei «kontrolliert auf den Po» gefallen. «Wenn ich mich jetzt nicht hätte bewegen können, hätte ich randaliert», sagte sie mit einem Lächeln in Richtung ihrer Ärzte.

Deren Diagnose macht nicht viel Hoffnung. «Ihr Rückenmark ist hochgradig verletzt», sagte der behandelnde Chefarzt Andreas Niedeggen. «Ich werde nie wieder selbstständig gehen können», erklärte die ehemalige Ausnahme-Athletin und macht sich in dieser Beziehung keine Illusionen. Der junge Niederländer, mit dem sie auf der Betonpiste von Cottbus zusammengestoßen war, hat sich noch nicht bei ihr gemeldet. Vielleicht auch deshalb, weil bis vergangene Woche eine funktionierende Nachrichtensperre herrschte.

Sie fiebert im Moment der nächsten Woche entgegen. «Ich freue mich unheimlich auf die Rückkehr nach Hause nach Erfurt. Eigenes Bett, selber kochen, mit der Familie allein sein», sagte die verletzte Sportlerin, die ihre Reha in Marzahn noch bis mindestens Weihnachten fortsetzen wird. «Ich musste verstehen, dass meine Arme jetzt meine Beine sind.»

Ihre schlimme Diagnose hatte die Bahnsprinterin zuerst im «Spiegel» publik gemacht. «Nein, Geld habe ich dafür nicht bekommen.» Ihr neues Leben wird zwangsläufig kostspielig. Eine Sport-Versicherung zahlt 150.000 Euro. Bei einer Spendenaktion ihres Chemnitzer Erdgas-Teams unter dem Motto #staystrongkristina sind rund 120.000 Euro zusammengekommen – für den Haus-Umbau, die Anschaffung eines Spezial-Autos und weitere künftige Mehrausgaben.

Michael Hübner, ihr Teamchef beim Chemnitzer Erdgas-Team glaubt, dass sie auch im Rollstuhl sportliche Höchstleistungen vollbringen wird. «Sie wird zurückkommen ? das Thema Paralympics ist noch nicht durch», sagt der siebenmalige Weltmeister. So weit wollte Vogel – mehr als zehn Wochen nach ihrem Schicksalsschlag – noch nicht blicken.«Ich brauche Zeit, um neue Entscheidungen zu treffen, alles step by step», sagte sie. Athletensprecherin des Weltverbandes UCI wolle sie «auf alle Fälle» bleiben. Zu einer möglichen zweiten Karriere als Paralympics-Sportlerin wollte sie sich nicht konkret äußern, sagte aber auch: «Vielleicht hole ich meine zwölfte Goldmedaille woanders.»

Ihre Familie und ihr Lebensgefährte Michael sind ihr großer Rückhalt. Auch ihrem Dienstherren, der Bundespolizei, ist sie dankbar. «Michael hat die ersten Nächte auf dem Stuhl nebenan geschlafen», erzählte sie. «Ich hab durch ihn einen sicheren Halt. Ich weiß: Er ist immer für mich da.» Sie habe «so eine starke Familie. So konnte ich den Schmerz teilen.»

Bereits 2009 hatte Vogel einen schweren Trainingssturz erlitten. Der damals 18-Jährigen hatte ein Kleinbus die Vorfahrt genommen. Sie flog mit Tempo 50 durch die Heckscheibe, lag zwei Tage im Koma, erlitt zahlreiche Brüche am Brustwirbel, an der Hand, am Arm, am Kiefer und verlor fast alle Zähne. Es folgten unzählige Operationen und Reha-Maßnahmen. Noch heute sind die Narben in ihrem Gesicht zu sehen.

Vielleicht sei dieser Unfall die «Vorbereitung auf jetzt» gewesen. «Die Kraft, die ich 2009 dadurch erlangt habe», erzählte sie neun Jahre später, die habe ihr nun geholfen.

Mark Jurczyk von Sprintteam Thüringen holt Silber im 1000-Meter-Zeitfahren…

Aigle (TRV) – Mark Jurczyk vom RSC Turbine Erfurt ist Vize-Europameister in der U23-Klasse im 1000-Meter-Zeitfahren. Bei den Titelkämpfen im schweizerischen Aigle musste sich der 22-jährige um weniger als eine Zehntelsekunde dem Russen Alexandr Vasiukhno geschlagen geben.

Bei den Europameisterschaften, wo direkt um die Medaillen gefahren wird und nicht zunächst eine Qualifikation ansteht, fuhr Mark eine Superzeit von 1:01,175 Minuten und nur Vasiukhno war in 1:01,093 Minuten schneller. Bronze ging an Ayrton de Pauw aus Belgien (1:01,909). Der zweite deutsche Starter, Carl Hinze, verpasste als Vierter in 1:02,394 Minuten eine Medaille knapp.

In der Einerverfolgung U19 fuhr Jannis Peter in 3:21,756 auf den 5. Platz und Lena Charlotte Reißner ebenfalls vom SSV Gera mit 2:28,457 auf den Sechsten ein.

Im Sprint-Turnier der Junioren war für Julien Jäger (RSC Turbine Erfurt) und dem weiteren Deutschen Maarten Zillmer im Achtelfinale leider Endstation.

Seit Dienstag laufen die Bahn-Europameisterschaften der Klassen U23 und…

Aigle (TRV) – Nach nur einem Tag Pause von den Bahn- Weltmeisterschaften der Junioren, geht es seit gestern mit der Europameisterschaft auf der Bahn für den Radsportnachwuchs im schweizerischen Aigle weiter. Nachdem bei der zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft nur in der U19-Klasse die Titel vergeben wurden, fährt bei der Europameisterschaft auch die U23 um Medaillen.
Mit einer Goldmedaille durch Emma Götz im Teamsprint und mehreren Platzierungen unter
den TOP 10 durch die Thüringer Athleten kann der Thüringer Radsport-Verband eine positive
Bilanz aufweisen.

Gessner und Heitzmann Vizemeister im Zeitfahren – EuroEyes Youngclassics…

Jakob Gessner und Dorothe Heitzmann (beide RSC Turbine Erfurt) konnten sich am Samstag in Otter bei Hamburg über die Silbermedaille bei den deutschen Meisterschaften im Zeitfahren freuen. Auf einen überwiegend flachen Kurs musste sich Jakob Gessner mit nur acht Sekunden Rückstand dem neuen deuschen Meister Michel Hessmann (NRW) geschlagen geben. Auch Axel Borgwald (RSC Turbine Erfurt) überzeugte mit dem 7. Platz und trug damit auch zum Tagessieg in der Mannschaftswertung bei. Jakob Gessner führt nun die Müller Lila-Logistik Radbundesliga der Junioren an. 

Bei den Juniorinnen freute sich Dorothe Heitzmann über einen 2. Platz hinter der nun dreifachen Deutschen Meisterin Hannah Ludwig aus Rheinland-Pfalz. Mit Anna Zdun auf Platz drei stehen damit zwei Sportlerinnen des Juniorinnen Team maxx-solar-LINDIG auf dem Podest einer deutschen Meisterschaft.

Das Zeitfahren wurde im Rahmen der EuroEyes Youngclassics ausgetragen. Dabei konnten die Jugendfahrer aus Thüringen auf der 1. Etappe mit Leo Zierenner (RSC Turbine Erfurt) einen 4. Platz erreichen. Im Mannschaftszeitfahren fuhr das Team aus Thüringen in der Besetzung Yannik Niebergall, Leo Zierenner, Kevin Genzmer (alle RSC Turbine Erfurt), Domenik Wolf (SSV Gera) und Philipp Gebhardt (SV Sömmerda) auf einen guten 7. Platz.                                                Auch auf der letzten Etappe konnte Leo Zierenner mit dem 7. Platz noch einmal eine Top-10-Platzierung für das Thüringer Team herausholen.

Thüringer Rad-Mannschaft steigt auf

P & S-Team löst für Saison 2019 eine Lizenz und will zur Deutschland-Tour.

Die Radsport-Mannschaft P & S-Team Thüringen geht in der kommenden Saison den nächsten Schritt. Teamchef Lars Wackernagel will für seine Equipe beim Weltverband UCI eine Kontinental-Lizenz lösen. „Das ist für die Mannschaft der nächste Schritt. Damit können wir mehr internationale Rundfahrten bestreiten, was der Entwicklung der Radsportler nur gut tun kann“, sagte Wackernagel, der ehrgeizige Ziele erfolgt: „In diesem Jahr lebt die Deutschland-Tour ja wieder auf. Da wollen wir künftig dabei sein.“

Möglich wird die Aufwertung vor allem, weil die Geldgeber dem Projekt zugestimmt haben. „Unser Hauptsponsor P & S-Metalltechnik aus Sachsen und Co-Sponsor Broich Catering begrüßen diesen Schritt und stellen uns das für den Aufstieg erforderliche Budget zur Verfügung“, sagte Wackernagel. Der Hauptsponsor hatte bereits im Frühjahr seinen Vertrag bis 2020 verlängert. Auch der Thüringer Radsport-Verband (TRV) will mithilfe des Landessportbundes – wie bereits in der Vergangenheit geschehen – die Mannschaft unterstützen.

Sprungbrett für die Thüringer Talente

Das P & S Team Thüringen ist damit im Jahr 2019 die einzige Kontinental-Mannschaft in Ostdeutschland. „Es soll für die Thüringer Talente ein Sprungbrett sein. Aber wir wollen auch interessant sein für hoffnungsvolle Radsportler aus dem ganzen Land“, sagte Wackernagel. Zuletzt existierte mit dem Thüringer Energie Team eine Kontinental-Mannschaft im Freistaat, die sich aber nach der Saison 2013 aus dem Rennbetrieb zurückgezogen hat.

Nun also rückt das P & S-Team Thüringen in die dritte Liga der Radsport-Rennställe auf. Schon in den zurückliegenden Monaten ging ein Ruck durch die Mannschaft. In diesem Jahr war mit Philipp Walsleben ein ehemaliger Querfeldein-Weltmeister der Altersklasse U 23 zur

jungen Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 22,4 Jahren gestoßen und hatte dem gesamten Team einen Schub verliehen. Der 30-Jährige gewann im Mai die Baltyk-Karkonosze Tour in Polen und liegt in der Bundesliga drei Rennen vor dem Saisonende in Führung. Walsleben hat damit beste Chancen auf den Triumph. Immanuel Stark steuerte als deutscher Bergmeister in diesem Jahr ebenfalls einen wichtigen Erfolg bei. In der Bundesliga-Gesamtwertung rangiert das P & S-Team nach dem dritten Rang im Vorjahr auf dem zweiten Platz.

Mit der Aufwertung soll gleichzeitig gewährleistet werden, dass die besten Thüringer Rad- Talente gleich vor der Haustür auch eine sportliche Heimat finden, wenn sie dem Juniorenalter entwachsen. Wackernagel will aber auch ein oder zwei erfahrene Radsportler holen und hofft auf einen Verbleib von Routinier Walsleben. Zudem soll die sportliche Leitung erweitert werden.