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Erneut deutscher Rekord für U19-Verfolgerinnen bei Weltmeisterschaften – Erfurter…

Aigle (TRV) – Die deutschen 4-Mannschaftsverfolgerinnen mit den beiden Thüringerinnen Lena Charlotte Reißner (SSV Gera 1990) und Friederike Stern (RV Elxleben) haben bei der Bahn-Weltmeisterschaft der U19-Klasse in Aigle (Schweiz) erneut einen deutschen Rekord innerhalb kürzester Zeit in dieser Disziplin aufgestellt. In der ersten Runde des Wettbewerbes fuhr die Mannschaft nun eine Zeit von 4:40,484 Minuten und belegten damit den sechsten Platz.

Bisheriger Rekordhalter in der Mannschaftsverfolgung waren Reißner, Smekal, Stern und Paulina Klimsa, die bei der Frühjahrssichtung 2018 auf der Radrennbahn in Frankfurt (Oder) 4:46,241 Minuten fuhren.

Max Gehrmann vom RSC Turbine Erfurt belegte im Scratch der Junioren einen ausgezeichneten fünften Platz und verpasste knapp die Bronzemedaille. Weltmeister wurde hier der Koreaner Jooyoung Park, der als einziger einen Rundengewinn herausholen konnte. Dahinter sicherten sich Filip Prokopszyn (Polen) und Samuel Thibaud (Frankreich) Silber und Bronze.

Um den WM-Titel im großen Finale fahren Italien und Neuseeland. Im kleinen Finale machen Großbritannien und Australien Bronze unter sich aus. Bereits in der Qualifikation verbesserte das Team in einer Zeit von 4:43,651 Minuten die bisherige Bestmarke um mehr als drei Sekunden.

 

Emma Götz vom Sprintteam Thüringen ist U19-Weltmeisterin – Junioren…

Aigle (TRV) – Bei den Junioren-Weltmeisterschaften im schweizerischen Aigle wurde das deutsche Sprintteam Weltmeister und setzte sich im Finale gegen China durch. In der Qualifikation war das BDR-Duo zunächst mit Sophie Friedrich und Emma Götz gestartet und fuhren die schnellste Zeit in 28,539 Sekunden.

In der ersten Runde setzten sich die Deutschen ebenfalls gegen Kasachstan mit 27,872 Sekunden souverän durch und kamen ins Finale um den WM-Titel.Hier besiegten Sophie Friedrich und Alessa Catriona Pröpster, die für Emma Götz eingewechselt wurde, die Chinesinnen mit 28,026 Sekunden um rund drei Zehntelsekunden. Bronze sicherte sich Polen (28,197) gegen Neuseeland (28,723).

 

Im vergangenen Jahr wurde das Team mit Sophie Friedrich und Emma Götz (junger Jahrgang) bereits Vizeweltmeister in dieser Disziplin, was bereits ein großartiger Erfolg war.

Die Freude bei Emma ist riesen groß und Lohn für die vergangenem sehr trainings- und wettkampfintensiven sowie teilweise entbehrungsreichen Monate. Nun kehrt sie als frischgebackene Juniorenweltmeisterin nach Thüringen zurück, worauf sich ihre Familie, ihr Trainer, der Heimatverein in Elxleben und ihre Freunde schon heute freuen.

Das Präsidium des Thüringer Radsportverbandes beglückwünscht Emma für diesen großartigen und bisher wichtigsten Erfolg in ihrer Radsportkarriere.

Nicht so erfolgreich lief es bei den Junioren im Teamsprint. In der Qualifikation fuhren sie in der Besetzung Elias Edbauer (Dudenhofen), Julian Pascal Kühn (Elxleben) und Anton Höhne (Cottbus) auf einen aussichtsreichen dritten Platz. Nach Fahrertausch in der nächsten Runde landen Edbauer, Jäger und Höhne letztendlich auf dem 5. Platz. Da sind sie nur knapp gegen Malaysia ausschieden, die in 37,150 Sekunden nur 34 Hundertstelsekunden schneller waren und dadurch ins Kleine Finale gegen Russland einzogen.

Weltmeister wurde Frankreich gegen Polen, Bronze sicherte sich Russland gegen Malaysia.

 

Erfolgreiches Bundesligawochende für Thüringer Sportler

Am gestrigen Sonntag fanden die Bundesliga Rennen in Bellheim für Junioren und im Sauerland für die Männer statt. Die beiden Kurse hätten unterschiedlicher nicht sein können. 

Im pfälzischen Bellheim deuteten alle Zeichen auf einem Massensprint hin. Dennoch kam eine Zweimann-Gruppe mit Leon Brescher (Rheinland-Pfalz), der sich im Sprint gegen seinen Begleiter aus Berlin durchsetzte, als erstes ins Ziel. Auch der Thüringer Jakob Gessner (RSC Turbine Erfurt) konnte sich auf den letzten Metern noch vom Feld lösen und erreichte den 3. Platz. Nun liegt Gessner in der Gesamtwertung nur noch 8 Punkte vom führenden Maurice Ballerstedt (Berlin) entfernt. Sein grünes Sprinttrikot konnte er unterdessen verteidigen. Pech dagegen hatte Tim Oelke (RSV Blau-Weiß Meiningen), der in der Zielkurve auf Position 5 liegend, stürzte. Bis auf ein paar Schürfwunden geht es dem Meininger jedoch gut. 

Im Sauerland, welches für sein welliges Terrain bekannt ist, erreichte das P&S Team Thüringen nach einem sehr schnell gefahrenen und mit 2500Hm sehr schwierigen Rennen mit Philip Walsleben den 2. Platz in der Tageseinzelwertung. Immanuel Stark und Dominik Röber fuhren auf die Plätze fünf und sechs.

Das Rennen verlief sehr spannend und von Anfang an war das Tempo hoch. Bereits 30 Kilometer nach dem Start zerfiel das Feld an der ersten Bergwertung komplett, nachdem Lennard Kämna mit hohem Tempo den Anstieg hoch fuhr. „Seine Teilnahme war eine Bereicherung für das ohnehin schon sehr schwere Rennen“, lobte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch. Nach dem Anstieg hatte sich eine achtköpfige Spitzengruppe gebildet und eine Vorentscheidung war da bereits gefallen.

Im Feld sorgten weiter die Teams LKT-Brandenburg und Sauerland-NRW für Tempo und im Finale wurde dann nochmal die Spitze neu gemischt, nachdem das Team P&S Thüringen immer wieder Attacken gesetzt hatte. Schließlich lagen sechs Fahrer an der Spitze des Rennens: Kämna, Porzner, Walsleben, Hatz sowie Immanuel Stark und Dominik Röber (beide P&S Thüringen).

Am rund einen Kilometer langen Schlussanstieg, der die Bobbahn von Winterberg hinaufführte, zog sich die Gruppe weit auseinander und Porzner, der als endschneller Mann bekannt ist, hatte zum Schluss noch die meisten Kräfte und sprintete den Anstieg hinauf. Eine Sekunde vor Walsleben überquerte er den Zielstrich, weitere zwei Sekunden zurück folgte Hatz.

Verlierer des Tages war Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus), Gesamtzweiter in der Bundesliga-Wertung. Er musste nach Defekten zweimal das Rad wechseln und hatte keine Chance, vorne mit einzugreifen.

In der Gesamtwertung hat Walsleben seinen Vorsprung ausbauen können und liegt nun mit 912 Punkten auf Platz eins. Dahinter folgen Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus) mit 768 Punkten und Christopher Hatz, der 736 Zähler auf dem Konto hat. Lotto-Kern Haus führt weiter unangefochten die Mannschaftswertung an, während das Team P&S Thüringen, das drei Mann in der sechsköpfigen Spitzengruppe hatte, die Tageswertung gewann.

Jakob Gessner gewinnt Regionem Orlicka Lanskroun Rundfahrt in Tschechien

Traditionell jedes Jahr fährt der Thüringer Rdasport-Verband zur dreitägigen Regionem Orlicka Juniorenrundfahrt ins tschechische Lanskroun. Bei dieser Rundfahrt ist es auch möglich U17 Fahrer starten zu lassen. 

Am ersten Tag konnte Tim Oelke (RSV Blau-Weiß Meiningen) mit einem 4. Platz überzeugen. Im Zeitfahren am nächsten Morgen eroberte sich Jakob Gessner mit dem Sieg die Führung in der Gesamtwertung, die er auch am Nachmittag mit dem 6. Platz verteidigen konnte. 

Auf der letzten Etappe konnte nach einer starken Teamleistung das gelbe Trikot mit nach Hause genommen werden. Auch Tim Oelke sorgte mit dem 2. Platz in der Tageswertung und dem 10. Gesamtrang noch für ein weiteres gutes Ergebnis.

Am Ende hatte Gessner sechzehn Sekunden Vorsprung in der Endabrechnung. Tim Oelke hatte mit seinem 10. Platz 1:20min Rückstand auf die Spitze.

Fünfter Platz für Dörnbach bei Bahnrad EM in Glasgow

Der aus dem Eichsfeld stammende Maximilian Dörnbach belegte bei der Bahnrad-EM über 1000m mit einer Zeit von 1:01,266min einen soliden 5. Platz. Dem für das Team Erdgas2012 startende Dörnbach fehlten gerade einmal drei Zehntelsekunden zu einer Medaille. Auf seinen zweitplatzierten Landsmann Joachim Eilers (Chemnitz) fehlten ihm kanpp neun Zehntel-sekunden. 

Walsleben verteidigt Führung in der Gesamtwertung der Radbundesliga

Am gestrigen Soonntag fand auf der berühmt berüchtigten Nordschleife ein Bundesliga Rennen für die Männer statt. Ein gerade mal 110 km langes aber mit über 2.500 Hm gespicktes Radrennen sorgte für ein großes Auseinaderfallen des Hauptfeldes. 

Immanuel Stark vom P&S Team Thüringen konnte sich am Ende über Rang 5 im Spurt  einer kleinen Spitzengruppe freuen. Jonathan Dinkler auf Platz 16 und Sebastian Stark auf Rang 36 rundeten das gute Ergebnis ab, welches am Ende in der Tagesmannschaftswertung für Rang 3 reichte. 

In der Gesamtwertung verteidigte Philipp Walsleben (P&S Thüringen) knapp seine Führung. Nachdem er das Rennen als 39. beendete, hat er nun 707 Punkte auf dem Konto. Mit 702 Zählern lauert Jonas Rutsch (Lotto-Kern Haus) auf dem zweiten Rang. Joshua Huppertz hat als Dritter 636 Punkte. In der Gesamtmannschaftswertung liegt das P&S Team Thüringen immer noch auf einem hervorragenden 2. Platz.

Mäder und Bloch Deutsche Nachwuchs-Meister im Omnium

Auf der Albert-Richter-Bahn in Köln wurden am vergangenen Wochenende die Deutschen Omnium-Meisterschaften der männlichen und weiblichen Nachwuchsklassen U17 und U15 ausgetragen. Dabei konnten sich gleich zwei Thüringer den Titel und zwei weitere den Vize-Meistertitel sichern.

Deutscher Omnium-Meister in der U15, die das Omnium nicht mit den olympischen Disziplinen austrug, sondern mit 100 Meter fliegend, 500-Meter-Zeitfahren, 2000-Meter Einerverfolgung und Ausscheidungsfahren, wurde Corneel Mäder (RSC Turbine Erfurt). Mit 93 Punkten verwies er Lucas Küfner (90/SSV Gera 1990) und Luca Kasnya (81/SC DHfK Leipzig) auf die Plätze zwei und drei. Cassandra Bloch (RSC Turbine Erfurt) gewann bei den Schülerinnen mit 92 Punkten vor Julia Schäfer (87/SSV Gera 1990) und Carla Tusint (75/Radsport Team Kraichgau).

Stand SV-Cup 2018 Aktivster Fahrer
Stand SV-Bahncup 2018
SV-Cup – Stand Vereinswertung
SV-Cup – Stand Einzelwertung

Mit kühlem Kopf in der Hitzeschlacht

Erfurter Bahnrad-Sprinter erobert drei Meistertitel und fährt zur EM nach Glasgow.

Für Maximilian Dörnbach aus Erfurt war es ein perfektes Wochenende. Bei den 132. deutschen Bahnrad-Meisterschaften in Dudenhofen (Rheinland-Pfalz) eroberte er zunächst die Titel im 1000-m-Zeitfahren sowie an der Seite von Nik Schröter und Maximilian Levy (beide Cottbus) im Teamsprint. Als Krönung gewann der gebürtige Eichsfelder im Trikot vom Team Erdgas2012 die Königsdisziplin, den Sprint, und vergrößerte damit die Thüringer Titelsammlung bei diesen Meisterschaften auf zehn Goldmedaillen.

„Ich bin mit einem sehr guten Gefühl angereist. Ich wusste, dass meine Form gut ist. Mit dem Sieg im Teamsprint und im 1000-m-Zeitfahren habe ich fast gerechnet, im Sprint wollte ich unter die besten Drei. Da hängt auch viel an der Tagesform. Aber ich habe mich im Laufe des Turniers von Lauf zu Lauf besser gefühlt“, sagte Dörnbach, der sich im Finale gegen den ebenfalls aus dem Eichsfeld stammenden Ex-Weltmeister Stefan Bötticher (Chemnitz) in zwei Läufen behauptete.

Dabei musste Dörnbach, der beim Sieg von Levy zum Abschluss der Titelkämpfe im Keirin Fünfter wurde, mit einigen Widrigkeiten kämpfen. „Die Hitze und das späte zu Bett gehen haben mir zu schaffen gemacht“, sagte der Thüringer, der sich nun auf den nächsten Höhepunkt, die Europameisterschaft in Glasgow (2. bis 7. August), vorbereiten darf.

Bei den Frauen gewann derweil Miriam Welte aus Kaiserslautern den Sprint und löste die verletzte Olympiasiegerin Kristina Vogel (Erfurt) als Meisterin ab. Deren Trainingskollegin Pauline Grabosch landete hinter Emma Hinze aus Cottbus auf dem dritten Platz. Im Ausdauer-Bereich sicherte sich Gudrun Stock vom Team Maxx-Solar-Lindig im Punktefahren den dritten Platz, nachdem sie bereits mit ihrer Mannschaft in der Teamverfolgung souverän den Titel geholt hatte.

Thüringen hat es mit all den starken Ergebnissen geschafft, mit insgesamt 32 Medaillen der beste Landesverband dieser Meisterschaften zu werden. Neben den zehn Titeln standen unterm Strich elf zweite Plätze sowie elf Bronzemedaillen zu Buche. Und dabei war mit Olympiasiegerin Vogel die stärkste Fahrerin gar nicht am Start.

Zur erstaunlichen Bilanz gehörte auch die Tatsache, dass alle Thüringer Trainer mit einem Titel ihrer Schützlinge die Heimreise antreten konnten. Hinzu kommt, dass bei der Junioren-WM im schweizerischen Aigle (15. bis 19. August) acht Thüringer Talente und damit zwei mehr als noch vor einem Jahr an den Start gehen werden.

Zu den Höhepunkten zählte der Teamsprint-Sieg der Junioren mit Julien Jäger, Justin Stöcker (beide RSC Turbine Erfurt) und Julian Pascal Kühn (RV Elxleben), die in 46,365 Sekunden gewann. Jäger und Kühn fahren ebenso zur Junioren-WM wie Emma Götz (RV Elxleben), die in Dudenhofen zum Abschluss Sprint-Dritte wurde.

Beim Saisonhöhepunkt in der Schweiz starten im Ausdauerbereich auch Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera 1990) und Friederike Stern (RV Elxleben) sowie Janis Peter (SSV Gera 1990), Milan Henkelmann und Max Gehrmann (RSC Turbine Erfurt), der mit seinen zweiten Plätzen im Punktefahren und Madison noch auf den WM-Zug aufspringen konnte.

Dörnbach widmet deutschen Titel der verletzten Vogel

Maximilian Dörnbach war mit seiner sportlichen Leistung mehr als zufrieden, „Die Zeit spiegelt die Entwicklung der vergangenen Wochen wider und ist für eine offene Betonbahn sehr gut“, sagte der aus dem Eichsfeld stammende Erfurter vom Team Erdgas2012 nach seinem Triumph im 1000-m-Zeitfahren bei den 132. deutschen Bahnrad-Meisterschaften in Dudenhofen (Rheinland-Pfalz). Der Jubel aber fiel eher verhalten aus. Zu tief hat sich der schwere Sturz von Kristina Vogel vor drei Wochen in Cottbus in die Köpfe der deutschen Bahnrad-Stars eingebrannt.

Auch Frauen-Siegerin Miriam Welte aus Kaiserslautern, die im 500-m-Zeitfahren ihren elften nationalen Titel gewann, konnte die Tragödie um Vogel nicht ausblenden. „Ich habe damit gerechnet, dass ich den Titel gewinnen würde.  Aber trotzdem ist plötzlich alles anders. Kristina fehlt“, sagte Welte, die hinter Emma Hinze (Brandenburg) zudem Keirin-Silber holte. Vogels Trainingskollegin Pauline Grabosch war mit Bronze zufrieden. „In Anbetracht der Umstände geht mein dritter Platz in Ordnung“, sagte die Erfurterin, die auch im Keirin Dritte wurde.

Derweil haben die Frauen vom Thüringer Team Maxx-Solar-Lindig ebenfalls die ersten Medaillen erobert. Nachdem Gudrun Stock in der Einerverfolgung mit Bronze belohnt wurde, holte sie an der Seite von Lisa Fischer im Madison-Rennen noch einmal Platz drei. Teamkollegin Anna Knauer konnte an der Seite von Lisa Küllmer (Frankfurt/Main) sogar gewinnen. Allerdings war Fischer gestürzt, zog sich dabei schmerzhafte Prellungen zu und  fehlte deshalb  gestern in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung. Der durch Charlotte Becker aus Berlin verstärkte Vierer von Maxx-Solar-Lindig gewann das Finale in 4:41,543 Minuten.

Auch der Thüringer Nachwuchs setzte seine Medaillenjagd fort. Lena-Charlotte Reißner (SSV Gera 1990) wurde ebenso Zweite im Punktefahren der Juniorinnen wie Max Gehrmann (RSC Turbine Erfurt) bei den männlichen Kollegen.  Friederike Stern belegte in dieser Disziplin den vierten Platz vier.   Im Junioren-Sprint holte Julian Kühn (beide RV Elxleben) Bronze.

Einen starken dritten Platz belegte der erst 14 Jahre alte Willy Weinrich (TSV  Breitenworbis) als einer der jüngsten Fahrer des gesamten Feldes im Sprint der Jugend-Altersklasse. Im Keirin der Juniorinnen kamen Christina Sperlich (SV Sömmerda) und Emma Götz (RV Elxleben) auf die Plätze drei und vier.

Thüringer Vierer rast zu Gold

Erfurt. Trainer Michael Beckert ließ mit Unterstützung des Thüringer Radsport-Verbandes (TRV) nichts unversucht, einen schlagkräftigen Bahnrad-Vierer auf die Beine zu stellen. Mit dem Bundestrainer Helmut Taudte stimmte er das Training ab, um auf dem Rad-Oval zusätzliche Übungseinheiten zu absolvieren. Nun hat das junge Quartett vom Stevens Juniorteam Thüringen ein weiteres Erfolgserlebnis gefeiert. Bei der 132. deutschen Bahnrad-Meisterschaft in Dudenhofen (Rheinland-Pfalz)  haben Einer-Titelträger Janis Peter (SSV Gera 1990), Vizemeister Milan Henkel sowie Max Gehrmann und Luca Rohde (alle RSC Turbine Erfurt) in der 4000-m-Mannschaftsverfolgung die Goldmedaille gewonnen.

In dieser Disziplin war Deutschland im Jahre 2000 zum letzten Mal Olympiasieger geworden. Nun ist das deutsche Männer-Quartett als Vierter der WM in Apeldoorn auf dem Weg zurück nach ganz oben. Thüringens Talente derweil kämpfen offenbar erfolgreich darum, dass dahinter erst gar keine Lücke entsteht. Die Junioren aus Erfurt und Gera hatten schon in der Qualifikation ein Zeichen gesetzt, als sie in 4:19,886 Minuten deutlich gewannen und fast sieben Sekunden vor Brandenburg lagen.

Auch im Finale besaßen die Thüringer Ausdauerfahrer einen ähnlichen Vorsprung und überrundeten den Gegner. Weil es aber darum ging, noch einmal eine Zeit ins Ergebnisprotokoll zu schreiben, wurde das Rennen zu Ende gefahren. Trotz der Überholung, die ein wenig Zeit gekostet hat, war der Thüringer Vierer nur unwesentlich langsamer als in der Qualifikation.

Für Thüringen gab es aber am zweiten Wettkampftag weitere Medaillen. Während der Vierer der weiblichen Jugend sich mit Rang vier begnügen musste, gewannen die männlichen Kollegen dieser Altersklasse in der Besetzung Yannick-Noach Andrä (Aufbau Altenburg), Yannik Niebergall, Oliver Schneider (beide RSC Turbine Erfurt) und Domenik Wolf (SSV Gera 1990) ebenso die Goldmedaille wie das Quartett der Juniorinnen mit Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt), Jasmin Müller, Lena-Charlotte Reißner (beide SSV Gera 1990) und Friederike Stern (RV Elxleben).

In den Frauen-Wettbewerben gewann Lisa Brennauer aus Kempten das Finale in der Einerverfolgung im Duell mit Charlotte Becker aus Berlin. Olympiateilnehmerin Gudrun Stock aus München, die seit dieser Saison für das Thüringer Team Maxx-Solar-Lindig fährt und im vergangenen Jahr die Goldmedaille gewinnen konnte, sicherte sich die Bronzemedaille.

Im 1000-m-Zeitfahren der Männer holte der Eichsfelder Maximilian Dörnbach vom Team Erdgas2012 aus Chemnitz den Titel und brachte sich damit einmal mehr für einen Start bei der Bahnrad-EM in drei Wochen in Glasgow ins Gespräch. Marc Jurczyk (Sprintteam Thüringen) wurde in dieser Disziplin genauso Dritter wie Pauline Grabosch (Erfurt) über die 500 Meter der Frauen.

Bronze gewann auch Sprinterin Emma Götz vom RV Elxleben, die im 500-m-Zeitfahren nach 36,544 Sekunden das Ziel erreichte.