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Klein holt EM-Silber im Zeitfahren

Brünn (rad-net) – Bei der Straßen-Europameisterschaft in Brünn (Tschechien) hat es eine zweite Silbermedaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) gegeben. Lisa Klein aus Erfurt fuhr im Zeitfahren der Frauen U23 auf den 2. Platz, nachdem am Morgen schon Juniorin Hannah Ludwig Vize-Europameisterin geworden war.


„Es lief ganz gut, ich hatte gute Beine und technisch kam ich auch optimal zurecht. Aber ich habe leider immer noch nicht gewonnen“, haderte Lisa Klein nach dem 24 km langen Meisterschaftskampf im Ziel. Vor einem Jahr gewann sie in Kopenhagen die Bronzemedaille, diesmal war nur die Niederländerin Aafke Soet schneller als die 21-Jährige aus Erfurt. Soet fuhr 33:24 Minuten und war im Ziel 1:05 Minuten schneller als Klein. Eine klare Sache. Dennoch:  „Ein wenig traurig bin ich schon, dass es nicht zu Gold reichte. Aber bei meiner Vorgeschichte muss ich zufrieden sein.“  Klein erlitt im Frühjahr bei einem Trainingsunfall einen Schlüsselbeinbruch und musste wochenlang pausieren. Bronze ging an die Tschechin Nikola Noskova.

„Es war ein sehr schwerer Kurs. Es ging nur bergauf- und bergab. Mehr als 37 Stundenkilometer waren bei diesen Anstiegen nicht möglich“, sagte Klein und blickt schon auf den Samstag, wo sie im Straßenrennen der U23 am Start stehen wird. „Auch dort erwartet uns ein sehr schwerer Kurs, aber ich habe mir trotzdem ein hohes Ziel gesetzt, werde das Rennen aber mit Augenmaß fahren,“ so Klein.

Goldener Auftakt

Dudenhofen. Starker Auftakt für den Thüringer Bahnrad-Nachwuchs bei den 132. deutschen Meisterschaften: Auf der 250-m-Piste in Dudenhofen (Rheinland-Pfalz) haben die Talente aus dem Freistaat zwei Titel erobert und vier Silbermedaillen gewonnen.

 

Einen Thüringer Doppelsieg gab es sogar in der 3000-m-Einerverfolgung der Junioren. Den Titel sicherte sich Jannis Peter vom SSV Gera 1990, der sich im Finale deutlich gegen Milan Henkelmann vom RSC Turbine Erfurt behauptete. Der 18-Jährige hatte dagegen die Qualifikation in 3:28,985 Minuten gewonnen und empfahl sich mit dem zweiten Platz für einen Start bei der Junioren-WM im schweizerischen Aigle (15. bis 19. August). Die Nominierung von Peter für den Saisonhöhepunkt im kommenden Monat gilt als sicher, nachdem der 17-Jährige im April bereits die Bundessichtung für sich entscheiden konnte.

 

 

In der 2000-m-Einerverfolgung der Juniorinnen sicherte sich Lena Charlotte Reißner vom SSV Gera 1990 den zweiten Platz, nachdem sie in 2:31,231 Minuten die schnellste Zeit in der Qualifikation aufgestellt hatte. Zweite Plätze belegten zudem Domenik Wolf (SSV Gera 1990) und Thalea Mäder (RSC Turbine Erfurt) in der 2000-m-Einerverfolgung der Jugend-Altersklasse.

 

Die erste Goldmedaille des Abends eroberte für Thüringen derweil Willy Weinrich. Der Sprinter vom TSV 1891 Breitenworbis, der am Erfurter Sportgymnasium lernt, gewann das 500-m-Zeitfahren der Jugend in starken 34,173 Sekunden. Dennis Kühn (SSV Gera 1990/35,146) und Dennis Bloch (SV Sömmerda/35,254) belegten die Plätze fünf und sechs.

 

In der ersten Männer-Entscheidung dieser Titelkämpfe verteidigte Domenic Weinstein (Team Heizomat rad-net.de) seinen Titel in der 4000-m-Einerverfolgung. Im Finale setzt er sich gegen seinen Teamkollegen Felix Groß durch.

WM Traum für Trixi Worrack – Ein fünfter Team-Weltmeistertitel…

Die Erfurter Profi-Straßenfahrerin Trixi Worrack hat die WM als Ziel

Zum letzten Male wird bei der Straßen-Radweltmeisterschaft in Innsbruck Ende September der Titel im Teamzeitfahren vergeben. Trixi Worrack vom deutschen Team Canyon SRAM, die bereits bei der ersten Austragung 2012 erfolgreich war und danach weitere drei WM-Trikots gewann, möchte auch bei diesem Finale mit ihrem Team triumphieren.

Unsere Zeitung sprach mit der 36-Jährigen.

Am Wochenende war wohl für Sie im hessischen Einhausen als noch amtierende Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren 2017 ein erster Saisonhöhepunkt. Wie lief das Rennen?

Der flache 30km-Kurs kam mir nicht so sehr entgegen. Trotzdem lag ich unter fast 80 Fahrerinnen auf den ersten 25 km mit Lisa Brennauer(Kempten) ziemlich gleich an der Spitze. Erst auf den letzten Kilometern habe ich wohl noch 18 Sekunden liegen gelassen wodurch ich diesmal „nur“ Vize-Meisterin wurde und der Thüringen-Rundfahrt-Siegerin den Sieg überlassen musste. Ich bin trotzdem zufrieden.

Wann und wo begann Ihr diesjährige Saison?

Das war beim Klassiker „Het nieuwsblad“ Ende Februar bei eisiger Kälte in Belgien. Da war es so kalt, dass ich mit langer Hose gefahren bin.

Und welche Rennen kamen dann?

Alle Frühjahresklassiker in Belgien und Holland wie die bekanntesten Flandern-Rundfahrt und Amstel-Gold-Race. Neuerdings findet diese berühmten Rennen zeitgleich und auf dem selben Kurs der Männer statt. Nur fahren wir Frauen eben nur 120 km oder etwa 140 km auf denen die Männer ihre Finals ausgetrag.

Gab es erste Erfolge?

Ja. Unser internationales Team hatte immer einen Frau vorn dabei. Ich bin beim Etappenrennen Energiewacht-Tour, jeden Tag auf einer flachen aber sehr windanfälligen Strecke, in der Gesamtwertung Sechste geworden. Dazu feierte wir bei der „Trophäo Alfredo Binda“ in Italien einen Sieg und sind in diesem Frühjahr besser in die Saison gestartet als in den Vorjahren.

Und wie lief die Thüringen-Rundfahrt für Sie?

Nach etwa 20 vorher gefahrenen Rennen fühlt  ich mich eigentlich ganz gut und lag nach vier Etappen unter den besten 15 Fahrerinnen dieses hochklassigen Rennens. Auf der ganz schweren fünften Etappe, auf der wir die 16-protzendige Steigung in Dörtendorf mehrfach bezwingen mussten, wollte ich zum großen Schlag ausholen. Zunächst lag ich mit einer Sechser-Spitzengruppe in Front. Nach einer weiteren Tempoverschärfung war ich mit Corinn Reviera(USA), die auf  dieser Etappe als Gesamtspitzenreiterin das Gelbe Trikot trug, zu Zweit an der Spitze. Leider hatten wir das Pech, dass wir dann einen Kilometer vor dem Ziel von den Verfolgern eingeholt wurden. Schade, über einen Etappensieg hätte ich mich riesig gefreut. Beim Einzelzeitfahren auf der letzten Etappe wurde ich dann nochmal Vierte.

Und was ist Ihr nächster Saisonhöhepunkt?

Fraglos die Straßenweltmeisterschaft im September in Innsbruck. Dort möchte ich mit meinem Team wieder die Team-Mannschaftsweltmeisterschaften im Zeitfahren gewinnen.

Ihr Vertrag bei Canyon SRAM läuft zum Saisonende aus, wissen Sie schon wie Ihr erfolgreiche Laufbahn weiter gehen könnte?

Nein. Zunächst habe ich von Canyon eine Option zur Verlängerung. Außerdem bekam ich aber noch ein weiteres Angebot von einem neuen, in Gründung befindlichen, Rennstall. Nun will ich lange, lange überlegen wie ich mich entscheide und ob ich vielleicht nochmal was Neues anfange. Derzeit ist noch ist alles offen.

Liane Lipperts langer Sprint führt zum Titel – Lechner…

Liane Lippert vom Team Sunweb ist neue Deutsche Straßenmeisterin der Frauen. Die 20-Jährige aus Friedrichshafen fuhr einen langen Sprint von vorn und siegte vor Christa Riffel (Canyon Sram) und Corinna Lechner (BTC City Ljubljana).

„Ich wollte es nicht auf einen Sprint ankommen lassen, habe den richtigen Moment gesehen und Tempo gemacht“, schildert die 20-Jährige das Finale des Meisterschaftskampfes, den eine sechsköpfige Ausreißergruppe um die spätere Zweit-und die Drittplatzierte Riffel und Lechner in der dritten Runde eröffnete. 4:40 Minuten betrug der Maximalvorsprung der Spitzengruppe, die sich nach einer Attacke von Lea-Linn Teutenberg absetze.

Doch die 132 Kilometer bei brütender Hitze im südhessischen Einhausen forderten ihr Tribut. Nur Lechner und Riffel konnten sich vorn behaupten, als das Feld von hinten immer näherkam. „Ich musste wenig Führungsarbeit leisten, weil wir es auf einen Sprint ankommen lassen konnten, denn mit Lisa Klein (Anmerkung: die Titelverteidigerin) aus Erfurt hatten wir eine aussichtsreiche Fahrerin in der Verfolgung.  Als der Abstand zum Feld auf wenige Sekunden geschrumpft war, versuchte es Riffel allein. „Ich habe richtig gearbeitet, aber es war sehr schwer,“ sagte die spätere DM-Zweite, die mit ihrem Angriff eine neue Ausreißergruppe initiierte, mit Corinna Lechner aus Erfurt im Schlepptau, die wusste, „dass ich im Sprint nichts werde, also musste ich die Entscheidung anders suchen und bin sehr froh mit Platz drei.“

Die neue Meisterin nennt den Titelgewinn „einen Traum, mit dem ich niemals gerechnet habe. Eigentlich hatte ich mir für das Zeitfahren mehr vorgenommen, denn ich kann auch auf der Flachen gut drücken. Trotzdem: Der Sieg kam für mich unerwartet, und ich bin sehr glücklich“, freute sich die neue Deutsche Meisterin, die Top-Favoritinnen wie Zeitfahrmeisterin Lisa Brennauer oder Titelverteidigerin Lisa Klein ins Hauptfeld verdrängte.

Auch die Mädels vom Thüringer maxx-solar Lindig Women Cycling Team konnten sich gut in Szene setzen und waren in jeder Ausreißergruppe präsent. So war Beate Zanner in der entscheidenten 7-köpfigen Gruppe dabei, die sich ca. 6 Kilometer vom Feld absetzten konnte. Sie erreichte im Schlusssprint einen ausgezeichneten 4. Platz und setzte damit dem starken Teamergebnis, mit drei Fahrerinnen unter den besten zwanzig, das Sahnehäubchen auf.

Brennauer holt sich den Titel – Klein holt Bronze

Lisa Brennauer (Wiggle High 5) hat sich ihren Titel zurückgeholt. Die 30-Jährige gewann am Freitag Abend in Einhausen den 30 km langen Kampf gegen die Uhr mit 18 Sekunden Vorsprung vor Titelverteidigerin Trixi Worrack  und 48 Sekunden vor Lisa Klein (beide Canyon SRAM/Erfurt).

„Dieser Sieg war so wichtig für mich“, sagte Brennauer im Ziel. „Ich habe in den letzten Jahren so gekämpft, ihn mir wieder zu holen, war Zweite (2017) und Dritte (2016). Dieses Jahr habe ich super gearbeitet, ich wollte unbedingt wieder dahin zurück,“ sagte die Meisterin von 2013 und 2014, die  2014 im spanischen Ponferrada auch Weltmeisterin im Zeitfahren wurde.

„Ich habe mich wohl gefühlt, die Strecke lag mir. Und nach der letzten Kurve habe ich noch einmal alles aus mir rausgeholt, bin so schnell gefahren wie ich konnte“, so Brennauer, die im Ziel freudig ihrer Mutter in die Arme fiel. Die Allgäuerin konnte in diesem Jahr schon die Gesamtwertung der Thüringen-Rundfahrt für sich entscheiden und darüber hinaus Podiums-Platzierungen in der Healthy Ageing Tour und der Bira-Rundfahrt erzielen.

Trixi Worrack, zwei Jahre hintereinander Titelträgerin, musste diesmal mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen. „Das geht in Ordnung, “ sagte die 36-Jährige, die an der Zwischenzeit nur drei Sekunden Rückstand auf Brennauer hatte, dann aber an Boden verlor. Die Drittplatzierte, Lisa Klein, freute sich über ihren Erfolg. Sie hatte im Frühjahr auf einer Trainingsfahrt in Erfurt einen Schlüsselbeinbruch erlitten und war erst vor Kurzem wieder in den Rennbetrieb eingestiegen. Morgen will die gebürtige Saarländerin ihren Titel im Straßenrennen verteidigen, was angesichts der hochkarätigen nationalen Konkurrenz nicht einfach wird.

Auch Corinna Lechner (BTC City Ljubljana/ SV Aufbau Altenburg) konnte mit dem 6. Platz eine Top-Platzierung einfahren.

Thüringer Radsportverband schockiert über den schlimmen Unfall von Kristina…

Mit Entsetzen hat der Thüringer Radsportverband auf die Nachricht vom schweren Unfall von Kristina Vogel auf der Cottbuser Radrennbahn reagiert. Die Thüringer Radsportfamilie ist mit großem Mitgefühl in Gedanken bei der Erfurterin. Wir wünschen Kristina von ganzem Herzen viel Kraft in dieser schweren Stunde und beste Genesung.

Bundesliga Ilsfeld-Auenstein und DM Berg

Am vergangenen Sonntag fand mit dem Bundesligarennen in Ilsfeld-Auenstein, gleichzeitig auch die deutsche Meisterschaft am Berg der Frauen und Juniorinnen statt. 

Bei den Frauen konnte sich Beate Zanner (maxx-solar LINDIG women cycling team 2018) über die Silbermedaille nach 82km freuen. Bei den Juniorinnen konnte sich Anna-Helene Zdun (RSV Osterweddingen/Sachsen-Anhalt) vom Juniorinnen Team maxx-solar LINDIG die Bronzemedaille erkämpfen. Dahinter folgten auf Platz vier mit Dorothea Heitzmann (RSC Turbine Erfurt) und auf Platz fünf mit Friederike Stern (RV Elxleben) weitere Fahrerinnen des Thüringer Bundesliga Teams. Lena Charlotte Reißner (SSV Gera) rundet das sehr gute Thüringer Ergebnis mit dem 9. Platz ab. Damit sicherte sich das Thüringer Team den Sieg in der Tagesmannschaftswertung.

Dörnbach zweimal Zweiter beim GP Brünn und Klein Zehnte…

Am vergangenen Wochenende konnte sich Maximilian Dörnbach (RSV Pfeil Wingerode) beim Grand Prix in Brünn (Tschechien) sowohl im Sprint als auch im Keirin den zweiten Platz sichern. Im Keirin feierten die Deutschen sogar einen Dreifacherfolg mit dem Sieg von Stefan Bötticher, Platz zwei von Dörnbach und Platz 3 von Joachim Eilers. 

Bei der OVO Energy Women´s Tour in Großbritannien startete Lisa Klein nach ihrem Schlüssebeinbruch ihr Comeback. Mit einem 10. Platz auf der Schlussetappe und dem 27. Gesamtrang meldet sich die Fahrerin vom Canyon SRAM Racing Team durchaus erfolgreich zurück.

Gute Platzierungen für Thüringer bei deutschen Meisterschaften auf der…

Am gestrigen Sonntag fanden die deutschen Meisterschaften U23 in Unna und der U15-U19 in Bieberach statt. 

In Unna wurden die Meisterschaften zusammen mit den Luxemburgern und den Schweizern ausgetragen. Dabei erreichte Toni Franz (RFV Die Löwen Weimar) vom P&S Team Thüringen einen guten 5. Platz.

Bei den deutschen Straßenmeisterschaften in Biebrach konnte Franzi Arendt (RSC Turbine Erfurt) mit ihrem 3. Platz bei den Schülerinnen über knapp 40km die einzige Medaille für die Thüringer Sportler holen. 

Jedoch konnten einige weitere Top-Platzierungen eingefahren werden. So fuhr Miriam Zeise (1.RC Jena) auch bei den Schülerinnen auf einen hervorragenden 5. Platz. Bei den Schülern sicherte sich Jakob Vogt (TSV 1891 Breitenworbis) den 6. und Lucas Küfner (SSV Gera) den 9. Platz. In der weiblichen Jugend überzeugte Lena-Fabienne Franke (SSV Gera) mit einem 7. Platz.

Die Juniorinnen konnten sich mit dem 6. Platz von Friederike Stern (RV Elxleben) und dem 7. Platz von Lena Charlotte Franke (SSV Gera) zufrieden geben. Bei den Junioren musste sich Jakob Gessner (RSC Turbine Erfurt) mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben.

Walsleben gewinnt Baltyk-Karkonosze Tour

Philipp Walsleben (P&S Team Thüringen) hat am vergangenen Sonntag die polnische Baltyk-Kakonosze Tour gewonnen. Der 30jährige setzte sich nach fünf Etappen mit einem Vorsprung von 1:05 auf den polnischen Profi Mateusz Taciak vom Team CCC Sprandi Polkowice durch. Den Grundstein legte Walsleben mit dem Sieg auf der dritten Etappe. Somit gelang dem P&S Team Thüringen der erste Sieg bei einer vom Weltradsport-Verband UCI klassifizierten Etappenfahrt. 

Mehr Informationen: www.pus-team-thueringen.de/