Aktuelles

Deutsche Meisterschaft Bahn

Mit 2x Gold und 1x Silber für die Thüringer U17-Kader ging der erste Wettkampftag der Deutschen Bahnradmeisterschaft zu Ende. Marius Hannack (RSC Turbine Erfurt) gewann in 33,707s das 500m-Zeitfahren. Vierter wurde Julian Kühn (RV Elxleben), der sechste Platz ging an Tom Wagner (SSV Gera). Bei der weiblichen Jugend konnte sich Emma Götz (RV Elxleben) die Silbermedaille sichern. Im Finale der Einerverfolgung ging Gold an Max Gehmann (RSC Turbine Erfurt). Er fuhr 2:21,376 und besiegte damit den Berliner Calvin Dik. Jakob Geßner (RSC Turbine) und Jannis Peter (SSV Gera) belegten hier die Plätze fünf und sechs. 

Auch am zweiten Wettkampftag, konnten die Thüringer Sportler wieder auf sich aufmerksam machen. Sowohl bei den Mädchen (Sprigode, Stern, Wolfram L.-M., Reißner) als auch bei den Jungs (Gehrmann, Oelke, Geßner, Peter) stand man ganz oben auf dem Podest und gewann die Mannschaftsverfolgung der U17. Eine weitere Goldmedaille ging an Lisa Klein (Cervelo Bigla Team) in der Einerverfolgung der Frauen. Auch im 500m Zeitfahren der Frauen, konnte Sie eine Medaille holen und gewann Bronze. Ebenfalls Bronze, konnte Marc Jurczyk (Sprintteam Thüringen) über die 1000m Zeitfahren der Elite erringen. Pauline Grabosch vom Sprintteam Thüringen gewann die 500m der U19w mit neuem Bahnrekord.

Nach 2 Wettkampftagen, haben wir nun folgende Zwischenbilanz:
– 6 x Gold
– 1 x Silber 
– 2 x Bronze 

Im 500m-Zeitfahren der U17 musste sich Emma Götz (RV Elxleben) in 37,033s lediglich der Dassowerin Lea Friedrich geschlagen geben. In der Einerverfolgung der Junioren belegten Johannes Banzer und Henrik Pakalski die Plätze fünf und sechs.

Am heutigen Donnerstag stehen die Finals in der Mannschaftsverfolgung der U17an, zu denen sich beider Thüringer Mannschaften für die Läufe um Gold qualifiziert haben. Die Jungs treffen auf den Vierer aus Berlin, die Mädchen fahren gegen das Team aus Bayern. 

Ergebnisse

Ausschreibung

Zeitplan

Startlisten

TRV stellte zweitbeste U13-Mannschaft zur Int. kids-tour

Mit einem zweiten Platz kehrte die Thüringer-U13-Auswahl von der internationalen kids-tour in Berlin heim. Dabei mussten sich Lucas Küfner (SSV Gera), Morice Ostermann (RSC Turbine Erfurt), Miguel Henkel (TSV Breitenworbis) und Johannes Reißmann (SV Aufbau Altenburg) nur dem unschlagbaren Team aus Litauen geschlagen geben.

Schon beim Einzelzeitfahren (1. Etappe) konnten sich Miguel (5.), Morice (7.) und Lucas (9.) unter den TopTen platzieren. Noch stärker war Corneel Mäder als dritter, der für die Auswahl des RSC Turbine Erfurt an den Start ging. Auf der 2. Etappe wurden die Thüringer Vierter. In den beiden abschließenden Straßenrennen konnte Lucas Küfner jeweils den 2. Platz erspurten. Miguel Henkel und Isabell Wollweber (RSC Turbine) belegten auf der dritten Etappe die Plätze fünf und acht, auf der vierten Etappe machten Miguel Henkel (5.) und Julia Schäfer (10. – SSV Gera) nochmals auf sich aufmerksam. In der Gesamteinzelwertung belegten Henkel, Küfner und Ostermann die Plätze sechs, acht und neun.
Bei den U15ern konnte sich Domenik Wolf auf der letzten Etappe einen Platz auf dem Podium ersprinten. Beim Mannschaftszeitfahren wurden die Thüringer hier ebenfalls Vierter.

Komplette Ergnisse

SV-Cup – Stand Einzelwertung
SV-Cup – Stand Vereinswertung

Rauschender Empfang für Olympioniken

Die „Olympia“ Maschine der Lufthansa aus Rio ist gelandet. Mit an Bord: acht Sportlerinnen und Sportler des Bundes Deutscher Radfahrer: Olympiasiegerin Kristina Vogel und ihre Partnerin aus dem Teamsprint, Miriam Welte, führten das BDR-Aufgebot an.

Welte/Vogel gewannen in Rio Bronze im Teamsprint, Vogel außerdem Gold im Sprint. Auch der Thüringer Bahnfahrer Kersten Thiele ist wieder gut in der Heimat angekommen. „Rio werde ich immer in guter Erinnerung behalten. Es waren tolle Spiele,“ lächelte Kristina Vogel in die Kameras. Kein Wunder, denn um den Hals der Erfurterin baumeln eine Gold- und eine Bronzemedaille. Der Lohn für jahrelanges hartes Training.

Nach der Rückkehr aus Rio bleibt für die Bahnfahrer kein Moment der Atempause. Während die Straßenfahrer bereits wieder im Einsatz sind, kämpften die Bahnfahrer ab Mittwoch bei den Deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus um die Titel.

Gold für Vogel im Sprint

Die siebenfache Weltmeisterin Kristina Vogel hat am Dienstag das Sprintturnier bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Die 25-Jährige aus Erfurt setzte sich zunächst  im Viertelfinale klar in zwei Läufen gegen die Hongkong-Chinesin Wai Sze Lee durch. Im Halbfinale besiegte sie ebenfalls ohne Niederlage Katy Marchant aus Großbritannien. In zwei packenden Finalläufen gegen Rebecca James (GBR) wurde dann Kristina Goldtraum wahr!

Reaktionen auf Kristina Vogels Olympiasieg

BDR-Präsident Rudolf Scharping: „Es war einfach Klasse: große Leistung, kombiniert mit großer Nervenstärke und starker Taktik. Der Bund Deutscher Radfahrer ist stolz auf ihre Leistung. Ich gratuliere aber auch Bundestrainer Detlef Uibel und den vielen Helfern im Hintergrund, die ihren Teil zur Goldmedaille dieser Weltklasse-Sportlerin beigetragen haben.“

Detlef Uibel, Bundestrainer: „Kristina hat sich selbst hohe Ziele gesetzt und sich damit unter Druck gesetzt. Aber das kann sie. Sie reift immer mehr zur Persönlichkeit. Ihre Wettkampfvorbereitungen sind fast Selbstläufer. Sie arbeitet sehr fokusiert und kann taktische Anweisungen heute stabiler umsetzen. Wenn man mit ihr Diskussionen führt, die nicht immer auf Zustimmung treffen, dann schüttelt sie sich kurz und dann geht’s weiter. Mit ihrer Art hat sie die Szene bereichert. Ich sage ja manchmal scherzhaft Kristina ist mein bester Mann: Sie ist robust, nicht nur körperlich, sondern auch vom Kopf her; ein Glücksfall.“

Miriam Welte, Partnerin im Teamsprint: „ Jetzt können wir feiern! Ich bin super happy, dass es bei ihr geklappt hat. Sie hat es verdient, sie hat so hart dafür gearbeitet. Ihr Wille ist einmalig, außerdem ist sie die beste Taktikerin im gesamten Feld.“

Freistaat Thüringen: „Bravo! Super! Klasse! Spitze! Herzlichen Glückwunsch vom Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.“

René Wolff, ehemaliger Sprint-Weltmeister aus Erfurt und heute Trainer in den Niederlanden: „ Das größte was sie auszeichnet ist ihr Kampfgeist, wie sie immer wieder aufsteht, sich neu motiviert. Sie war über die Länge des Turnieres die Stärkste.

Michael Seidenbecher, Lebensgefährte: „Es ist ja nicht mein Gold, aber ich kann es trotzdem nicht realisieren, ich brauche da noch ein, zwei Tage. Was Kristina auszeichnet ist ihr absoluter Siegeswille, ihr großer Ehrgeiz, aber vor allem, wie sie mit Druck umgehen kann. Ihre Lockerheit vor dem Finale und ihre Nervenstärke, die hätte ich gern als Zuschauer auf der Tribüne gehabt. Besonders schön war, dass unsere Nachbarn in Erfurt heute ein Kind bekommen haben. Das war also ein unvergesslicher Tag.“

Dietrich Thurau, Ex-Profi: „Wahnsinn! Was für eine Leistung. Glückwunsch!“

Arnaud Tournant, 14-facher Weltmeister und Olympiasieger: „Ich freue mich sehr für sie. Kristina ist ein großartiger Champion. Sie hat im Keirin verloren, aber das gleich abgeschüttelt und weitergemacht. Und nach dem dreitägigen Sprinterturnier steht sie jetzt ganz oben: Sie ist großartig.“

Jens Fiedler, dreifacher Olympiasieger und Teamchef Team Erdgas 2012: „Ich bin schon mal bei einer Weltmeisterschaft mit dem Rad ins Ziel gerannt aber nur Dritter geworden. Kristina wird ohne Sattel Olympiasiegerin! Diese Frau ist der Oberhammer! Der deutsche Radsport und wir als Team Erdgas sind mächtig stolz auf sie.

Welte/Vogel gewinnen Bronze im Teamsprint – Vierer mit neuem…

Der Bann ist gebrochen: Auf die „Golden Girls“ von London ist auch in Rio de Janeiro Verlass – und die Bronzemedaille blinkerte im Licht der Scheinwerfer fast genauso schön wie Gold vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in London. Auch bei den Spielen unter dem Zuckerhut rasten Miriam Welte aus Kaiserslautern und Kristina Vogel aus Erfurt wieder im Teamsprint-Wettbewerb auf das Podium. Das Gute-Laune-Duo steigerte sich von Lauf zu Lauf und setzte sich im kleinen Finale in 32,636 Sekunden gegen Australien (32,658) durch. Gold ging an China (32,107) vor Russland (32,401).

„Wir haben unseren Traum erfüllt“, jubelte Vogel schon vor der Siegerehrung. „Wir kamen diesmal aus einer anderen Position. Aber Olympia-Medaille ist Olympia-Medaille. Ich spüre eine Riesenerleichterung“, freute sich die 25-Jährige. Bereits am heutigen Samstag steigt Vogel wieder auf das Rad, gehört im Keirin als amtierende Weltmeisterin zum engeren Favoritenkreis. „Bronze gibt mir viel Rückenwind. Erster Wettkampf, erste Medaille – so kann es weitergehen“, sagte die Sprinterin, die in der Halle von Lebensgefährte Michael Seidenbecher und Freundin Julia mit einem weithin sichtbaren Plakat unterstützt wurde.

„Das ist so geil“, sagte Miriam Welte und strahlte mit Vogel und der Medaille um die Wette. „Wir haben die letzten Monate so hart dafür gearbeitet. Das hat sich jetzt ausgezahlt Ich bin echt sehr, sehr froh“, so die 29-Jährige, deren Stiefvater, Entdecker und Trainer Frank Ziegler  ebenso in der Halle mitfieberte wie Mutter Alexandra. „Es war klar, dass wir mit unserem Leistungsvermögen nicht um Gold fahren können. Aber wir wollten unbedingt mit einer Medaille nach Hause kommen. Der Traum ist wahr geworden“, sagte Welte, die ebenfalls noch Keirin und Sprint bestreitet.

Bundestrainer Detlef Uibel – seit 25 Jahren in Diensten des Verbandes als Medaillenschmied – zündete sich am Abend im Olympischen Dorf seine obligatorische Zigarre an. „Ich bin natürlich auch sehr erleichtert. Ich hoffe, dass die Medaille ein Korkenzieher für die ganze Mannschaft ist“, sagte Uibel, für dessen Teilmannschaft am ersten Wettkampftag der Teamsprint der Männer nicht wunschgemäß verlaufen war. „Jetzt müssen wir jeden Tag den Fokus neu ausrichten, dann ist noch viel möglich hier“, sagte Uibel, der Weltmeisterin Vogel im Keirin zum Favoritenkreis zählt. „Ich hoffe, dass ihr das Ergebnis Selbstvertrauen gibt.“

Starker Vierer

Der deutsche Bahnvierer der Männer konnte sich zwar seinen Traum von einer Medaille bei den Spielen in Rio noch nicht erfüllen, meldete sich aber nach zwölfjähriger Abstinenz mit einer starken Leistung im Olympia-Revier zurück. Nach Jahren der Flaute steht das ehemalige Flaggschiff wieder unter Segeln. In 3:56,903 Minuten verbesserten Theo Reinhardt (Berlin), Nils Schomber (Neuss), Kersten Thiele (Sinsheim/RSC Turbine Erfurt) und Domenic Weinstein (Villingen) in der Zwischenrunde den deutschen Rekord und sicherten sich danach gegen Italien den fünften Platz. Gold ging erwartungsgemäß an Großbritannien in der Weltrekord-Zeit von 3:50,265 Minuten. Sir Bradley Wiggins gewann seine fünfte Olympia-Goldmedaille.

„Wir haben alles gegeben und alle Vorgaben erfüllt. Wir waren so schnell wie noch nie zum passenden Zeitpunkt“, sagte Weinstein. Auch der kurzfristige Ausfall von Anfahrer Henning Bommel aufgrund einer Magenverstimmung konnte den Vierer nicht bremsen. Auch Kersten Thiele war mit dem Abschneiden zufrieden und schaute bereits in die Zukunft: „Die Medaille war ein hoch angesetztes Ziel.  Ich werde der Bahn auf keinen Fall den Rücken kehren. Ich habe 2020 in Tokio als Ziel und will da definitiv um die Medaille fahren.“

Radrennen in Thüringen

Vergangenes Wochenende fanden gleich zwei Radrennen in Thüringen statt. Am Samstag kämpften die schnellsten Sportler auf der Erfurter Radrennbahn um die Landesmeistertitel im Poolsprint, wogegen am Sonntag ein Kriterium in Meiningen für viele Thüringer Sportler auf dem Plan stand. 

Ergebnisse LVM Bahn – Kurzzeit in Erfurt finden Sie hier.

Ergebnisse Kriterium Meiningen finden Sie hier

Pünktlich 9 Uhr starteten die jungen Sportler zu Ihrer Qualifikation. Nach der Quali, ging es dann im sogenannten Poolsprint um die Medaillen. In der U13 konnten sich am Ende Lara-Sophie Jäger bei den Mädchen und Corneel Mäder bei den Jungs (beide RSC Turbine Erfurt) durchsetzen. In der Schülerklasse U15 gewann Angelina Häring (SV Sömmerda) im weiblichen Bereich und Domenik Wolf (SSV Gera) im männlichen. Landesmeisterin und Landesmeister in der U19 wurden Emma Götz (RV Elxleben) und Marius Hannack (RSC Turbine Erfurt). In der U19 konnte sich Fabian Käßmann (1. RSV Greiz) durchsetzen. 

Am Sonntag ging es dann darum wer die meisten Punkte beim 25. Meininger Kriteium sammeln konnte. Ausschließlich die Altersklasse U11 hatte ein Rundstreckenrennen auf identischer Runde zu absolvieren. Sowohl Fahrer aus Thüringen als auch aus anderen Bundesländern gingen an den Start und gaben ihr bestes. 

An beiden Tagen gab es ebenfalls wieder wichtige Punkte für den Jugend-Fördercup der SV SparkassenVersicherung. Am Samstag für die Altersklassen U13 und U15 und am Sonntag für die U11er. Ergebnisse zu den Cup-Ständen folgen. 

Olympia: Teamsprinter Fünfte – Verfolger kommen weiter – Frauen-Vierer…

Rio de Janeiro – Die deutschen Teamsprinter René Enders, Joachim Eilers und Maximilian Levy haben bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro den fünften Platz belegt. In der Mannschaftsverfolgung kamen die Männer als Sechste weiter, während die deutschen Frauen bereits in der Qualifikation ausschieden.

In der Qualifikation war das britische Teamsprint-Trio mit Philip Hindes, Jason Kenny und Callum Skinner bereits klar das schnellste. In 42,562 Sekunden gewannen sie die Quali vor Neuseeland (42,673) und Australien (43,158). Die Deutschen, die den Ausfall von Max Niederlag zu verkraften hatten und in kurzfristig geänderter Reihenfolge starteten, fuhren in 43,711 Sekunden nur auf Rang sieben und trafen damit in der Zwischenrunde, in der je nach Zeit die Siegerteams sich für das Große oder Kleine Finale qualizierten, auf Neuseeland. Gegen die «Kiwis» hatten die Deutschen, obwohl sie sich noch einmal steigern konnten, keine Chance, schieden aus und belegten am Ende den fünften Platz.
Teamsprint-Olympiasieger wurde Großbritannien, das sich in einem spannenden und engen Finale in 42,440 Sekunden gegen Neuseeland durchsetzte. Nach dem ersten Wechsel hatten die Briten noch hinter den Neuseeländern gelegen, konnten aber noch weiter beschleunigen und verwiesen am Ende ihre Konkurrenten mit einer Zehntelsekunde Vorsprung auf Platz zwei (42,542). Die Fahrt um Bronze gewann Frankreich (43,143) gegen Australien (43,298).

Briten in der Mannschaftsverfolgung nur knapp über dem Weltrekord
In der Qualifikation zur Mannschaftsverfolgung der Männer belegete das deutsche Quartett in 4:00,911 Minuten den sechsten Platz und erreichte damit die nächste Runde. Nicht zu schlagen war der britische Vierer mit Steven Burke, Ed Clancy, Owain Doull und Bradley Wiggins. Man war in 3:51,943 Minuten, weniger als drei Zehntelsekunden über dem eigenen Weltrekord, das schnellste Team in der Quali, dürfte aber noch nicht alles gezeigt haben. Mit rund dreieinhalb Sekunden Rückstand belegten die Dänen (3:55,396) den zweiten Platz, Dritte wurden die Australier (3:55,606)
Ausgeschieden sind die Niederlande. Nachdem der Vierer ohnehin schon nur noch zu dritt unterwegs war, stürzte Jan-Willem van Schip. Da drei Fahrer ins Ziel kommen müssen, schied das Team automatisch aus und die restlichen acht Teams kamen weiter.
«Wir wollten Körner sparen, um am Freitag noch einen Gang hochzuschalten. Da müssen wir deutlich unter vier Minuten fahren», sagte Anfahrer Henning Bommel zufrieden. Nach dem Sturz der Niederlande stand die Qualifikation für die Runde der letzten Acht frühzeitig fest, die Mannschaft konnte deshalb weitgehend ohne Druck fahren. «Wir haben schön unser Tempo durchgezogen, hatten gemütliche Rundenzeiten. Wir sind voll im Soll», sagte Kersten Thiele. «Die erste Runde ist jetzt unser Finale. Wir werden alles rausholen, was geht. Wir können noch ordentlich pushen. Ich war definitiv nicht am Limit. Ich denke, es ist richtig was drin», erklärte der 23-Jährige.

Verfolgerinnen scheiden aus
Die deutschen Verfolgerinnen blieben hinter ihren Erwartungen zurück. Neun Mannschaften waren am Start und die besten Acht kamen in die nächste Runde, was Charlotte Becker, Mieke Kröger, Stephanie Pohl und Gudrun Stock als Neunte in 4:30,068 Minuten nicht gelang. Unterdessen konnten die Britinnen mit einem neuen Weltrekord von 4:13,260 Minuten – vier Zehntelsekunden unter dem der Australierinnen aus dem Februar 2015 – ein erstes Ausrufezeichen setzen. Katie Archibald, Elinor Barker, Joanna Rowsell-Shand und Laura Trott waren als Topfavoritinnen in das Vierer-Turnier gestartet und wurden ihrer Favoritenrolle damit mehr als gerecht. Am zweitschnellsten waren die USA in 4:14,286 Minuten, gefolgt von Australien (4:19,059) und Kanada (4:19,599).

Die besten Acht der Qualifkation kommen in die nächste Runde, in der das sechste Team der Qualifikation gegen das siebte, das fünfte gegen das achte, das zweite gegen das dritte und das schnellste gegen das vierte fährt. Die Gewinner der letzten beiden Rennen der Zwischenrunde bestreiten das Finale um Platz eins. Die restlichen Teams qualifizieren sich entsprechend der Zeiten in der Zwischenrunde für die Finals um Platz drei, fünf und sieben.

Die Entscheidung in der Mannschaftsverfolgung der Männer wird morgen fallen, bei den Frauen werden die Medaillen am Samstag vergeben.

„Rund um die Post“ in Breitenworbis – wieder Punkte…

Am Sonntag den 07.08.2016 fand in Breitenworbis wie in den vergangenen Jahren schon ein Kriterium im Rahmen des „Jugendfördercups der SV SparkassenVersicherung“ statt. 
Bei guten Bedingungen spurteten Sportler aus ganz Thüringen und angrenzenden Bundesländern um die Punkte. Am Ende des Tages hießen die Sieger in der U13 Lucas Küfner (SSV Gera 1990 e.V.) und Lara-Sophie Jäger (RSC Turbine Erfurt). In der U15w, dominierte Thalea Mäder (RSC Turbine Erfurt) mit 7 gesammelten Punkten das Rennen. Bei der männlichen U15 belegten mit Domenik Wolf (1), Tobias Kitzig (2) und Nico Kirsche (3) gleich 3 Sportler des SSV Gera 1990 e.V. die Podestplätze.
Die genauen Ergebnisse finden Sie hier

SV-Cup – Stand Einzelwertung
SV-Cup – Stand Vereinswertung

Apres Tour Gera – wieder ein Erfolg

Zum zweiten mal, fand in der Geraer Innenstand das sogenannte Nachtourkriteirum statt. Der herrliche Sommertag hatte gut 7000 Radsportfans an die 1,4 Kilometer lange Rundstrecke in Geras City gelockt. Es waren vor allem die Helden der Tour de France sowie die zahlreichen Ehemaligen und Neuprofis, die für Begeisterung sorgten und auf´s Neue zeigten, dass der Radsport in Gera lebt. Den Fans wurde Radsport vom Feinsten geboten und die Profis genossen sichtlich den tosenden Applaus vom Streckenrand.
Aber auch die jüngsten konnten vor dieser herrlichen Kulisse zeigen was Sie drauf haben. Sowohl in der Altersklasse U13, U15 als auch U17 dominierten die Thüringer Sportler das Renngeschehen.

Ergebnisse

Zwei Titel für Pauline Grabosch

Mit zwei Goldmedaillen dekoriert tritt Pauline Grabosch die Heimreise von den Bahn-Weltmeisterschaften der Junioren in Aigle an. Die 18-Jährige gewann die Titel im Sprint und 500-m-Zeitfahren.

Pauline Grabosch gelingt im Augenblick (fast) alles: Das Jahreszeugnis am Sportgymnasium in Erfurt hatte einen Notendurchschnitt von 1,5. Die theoretische Fahrprüfung hat sie bestanden und vor der Reise zur Bahn-Weltmeisterschaft nach Aigle bescheinigte ihr der Weltradsportverband UCI offiziell den Junioren-Weltrekord über 200 Meter fliegend. Beim Grand Prix in Moskau-Krylatskoje Ende Mai hatte Grabosch die Bestmarke von Rebecca James aus Großbritannien auf 10,870 Sekunden verbessert und hält jetzt in der U 19 alle drei Bestmarken – zusammen mit Emma Hinze (Cottbus) im Teamsprint 33,962) und auch über 500 Meter. Den hat sie bei der WM in Aigle gerade wieder auf 34,023 Sekunden verbessert und dort ihre erste von zwei Medaillen geholt. „Ich habe nur gedacht: Fahr um dein Leben! Der Start war ganz gut, das war wichtig, dann lief es einfach“, beschreibt Grabosch ihren Weg zum ersten WM-Gold in diesem Jahr.
Am Samstag setzte sich die 18-Jährige im Sprint-Finale gegen die Chinesin Yufang Guo durch und holte ihren zweiten Titel. Sie ist damit Nachfolgerin von Emma Hinze, die im letzten Jahr den Titel gewann. Grabosch fuhr in der Qualifikation die zweitschnellste Zeit und fuhr sich dann von Runde zu Runde weiter bis ins Finale, wo sie ihre Gegnerin glatt in zwei Läufen schlug.
Beim abschließenden Keirin-Turnier am Sonntag allerdings schied sie im Hoffnungslauf aus. Nach Gold im Teamsprint und Zeitfahren bei der J-WM 2015 und den zwei Titeln in diesem Jahr ist Pauline Grabosch nun vierfache Junioren-Weltmeisterin und hat sich jetzt ihren Urlaub bei der Familie im sachsen-anhaltinischen Bottmersdorf wirklich verdient. „Pflege fürs Herz“, wie Grabosch es nennt. Ohne Schule, ohne Training, ohne Wettkämpfe. „Nur die praktische Fahrprüfung will ich dann noch ablegen“, so Rad-Ass Pauline Grabosch. Mit dem Auto sollte sie aber erst einmal keine neuen Geschwindigkeitsrekorde aufstellen.