Aktuelles

Männertrio mit Dörnbach verpasste Bronze knapp

Eine Bronzemedaille gab es zum Auftakt der Bahn-Weltmeisterschaften in Pruszkow (Polen) für den Bund Deutscher Radfahrer.  Emma Hinze/Miriam Welte gewannen das kleine Finale im Teamsprint der Frauen; das Männertrio mit Timo Bichler, Stefan Bötticher und Maximilian Dörnbach verpasste Bronze knapp und wurde Vierter. Außerdem gab es fünfte Plätze in der Mannschaftsverfolgung der Männer und im Scratch der Frauen.

Im Teamsprint der Männer unterlagen Timo Bichler, Stefan Bötticher und Maximilian Dörnbach (RSV Pfeil Wingerode) im kleinen Finale Russland und belegten den undankbaren vierten Platz. Das war eine super Überraschung, Bronze wäre natürlich die Krönung gewesen, aber wenn man bedenkt, wie viele Schwierigkeiten wir im Winter hatten, davon war heute nichts mehr zu spüren. Das war ein Supertag. Ich bin sehr sehr zufrieden,“ sagte Bundestrainer Detlef Uibel.

Heute (28.02.) geht der deutsche Frauen-Vierer in die nächste Runde. Charlotte Becker, Franziska Brauße, Lisa Brennauer und Lisa Klein (Erfurt) belegten in der Qualifikation in 4:24,568 Minuten die sechstschnellste Zeit. Auf Platz 1 fuhr das Quartett aus Australien, das die 4000-m in 4:14,915 Minuten zurücklegte.

Silber für Lisa Klein in Hongkong

Beim Bahn-Weltcup in Hongkong am vergangenen Wochenende  fuhr das deutsche Quartett in der Mannschaftsverfolgung der Frauen auf den Silberrang. Franziska Brausse, Lisa Klein (Erfurt), Charlotte Becker und Gudrun Stock unterlagen im großen Finale in 4:23,289 Minuten dem Vierer aus Italien (4:17,833 Min.). Platz drei ging an Neuseeland. „Damit konnten wir wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln und können entspannt zur WM reisen“, sagte Bundestrainer André Korff in Hongkong.
Das Nachwuchs-Sprintteam der Männer (Nik Schröter, Carl Hinze und Marc Jurczyk – Erfurt) kam auf Rang zehn.

Kupfernagel gewinnt Silber bei Cross-DM

Elisabeth Brandau hat am Samstag zum dritten Mal die deutsche Querfeldein-Meisterschaft gewonnen. Die 33-Jährige vom RSC Schönaich feierte auf dem 2,9 Kilimeter langen Rundkurs in Kleinmachnow einen ungefährdeten Start- und Zielsieg.

Nach sechs Runden bei kalten und regnerischen Bedingungen lag Brandau im Ziel vor Hanka Kupfernagel (SSV Gera) und der Hannoveranerin Stefanie Paul (crossladen team women). Die vierfache Cross-Weltmeisterin Kupfernagel fuhr erstmals seit ihrem Rücktritt Mitte 2016 wieder ein Meisterschaftsrennen und wurde von der vielen Fans an der Strecke gefeiert.

„Ich hatte diesen guten Start in das Rennen nicht erwartet. Trotzdem hatte ich natürlich Druck. Mit Hanka am Start macht es einen doch etwas nervöser“, sagte Brandau. „Ich habe einfach versucht, konzentriert zu bleiben.“
Hanka Kupfernagel zeigte sich mit ihrem zweiten Platz überaus zufrieden: „Es war doch schwerer, als im Training. Die sechs Runden waren ganz schön lang. Es hat trotzdem mega Spaß gemacht – ich habe viele bekannte Gesichter gesehen. Ich hatte nur einen Plan bis hierher, jetzt muss ich mich erstmal sammeln. Aber ich bin mega stolz auf meine Silbermedaille“, sagte Kupfernagel.

Über meinen fünften Weltmeistertitel habe ich mich am meisten…

Die Erfurterin Trixi Worrack gehört zu den erfolgreichsten deutschen Radrennfahrerinnen. Bei den vergangenen Straßen-Weltmeisterschaften in Innsbruck gewann die Zeitfahrspezialistin Trixi Worrack mit ihrem Team Canyon SRAM aus Leipzig im Teamzeitfahren, dabei auch die junge Erfurterin Lisa Klein, die dabei ihren ersten WM-Titel holte, ihre fünfte Goldmedaille. Nach der abgelaufene Saison sprachen wir mit der 37-Jährigen.

Wann waren Sie sich sicher den Titel gewonnen zu haben?

Das hat echt Nerven gekostet. Als viertletztes Team gestartet, erreichten wir mit Bestzeit das Ziel, aber die großen Favoriten kamen ja noch nach uns ins Ziel. Wir standen dann 200m hinter dem Ziel und haben auf die Zeiten der Konkurrenten gewartet. Als das letzten Team eingetroffen war und wir immer noch die Bestzeit hatten, sind wir in grenzenlosem Jubel ausgebrochen.

Und warum haben Sie über diesen Erfolg besonders gefreut?

Das war für mich ein ganz besonderer Sieg, weil ich ja schon bei der ersten Austragung 2012 im niederländischen Valkenburg den Titel mit gewann und nun bei der letzten Austragung, gleichzeitig mein letzter Start für Canyon SRAM, das fünfte WM Gold gewann. Das ist ein einmaliger Rekord, außer mir, hat keine Frau und kein Mann fünfmal gewonnen. Dazu gewann ich im Straßeneinzelrennen 2006 in Salzburg hinter Marianne Voss(Holland) WM-Silber.

Warum letzt Team-WM?

Weil es künftig Mannschaftszeitfahren nicht mehr für Teams, sondern nur noch für Nationalmannschaften als Mixed-Teams mit drei Frauen und drei Männern geben wird.

Kam dann der verdiente Urlaub?

Ja. Ich habe  meine Eltern in Dissen(Spreewald) besucht und war zehn Tage in Ägypten.

Können Sie von Ihren Profieinnahmen gut leben und was zurücklegen?

Leben ja, aber bei den geringen weiblichen Honoraren, im Gegensatz zu den sehr gut verdienenden Männern, bleibt monatlich nur ganz wenig zum sparen übrig.

Haben Sie eine beruflichen Ausbildung und gehen Sie neben Ihrem Sport noch einer Tätigkeit nach?

Nach dem Abitur habe ich mehrere Fernstudien in Richtung Ernährung und Fitnesstrainer absolviert. Aus zeitlichen Gründen ist neben dem Sport keine andere Tätigkeit möglich.

Sie sind seit einem Monat wieder im Training, was geschieht dabei?

Ich fahren Mountainbike, fahre auch auf der Straße, mache Krafttraining und Laufe viel.

In welcher Richtung fahren Sie auf der Straße?

Das hängt vom Wetter und dem Wind ab. Entweder Richtung Bad Berka oder über Gebesee, Straußfurt. In der Woche jetzt etwa nur 400 Kilometer.

Was macht Ihnen außer dem Radsport noch Spaß?

Ich bin gern zu Hause in Erfurt und treffe mich mit vielen Freunden.

Für welches Team starten Sie im Neuen Jahr?

Mit Jahresbeginn starte ich für das amerikanische Trek-Team.

 

Volker Brix

 

Fotos:  Neben vielen Deutschen Meisterschafts- und Europameisterschaftsplaketten beweisen diese fünf WM-Goldmedaillen von Trixi Worrack ihre absolute, internationale Klasse. 

Lisa Klein ist Deutsche Meisterin

Den Jahresabschluss im Bahnradsport bildeten auch 2018 wieder die Deutschen Meisterschaften im Omnium. Sie wurden am 22. Dezember in Frankfurt/Oder ausgetragen. Bei den Frauen setzte sich überlegen Lisa Klein durch. Die Weltmeisterin im Mannschafts-Zeitfahren aus Erfurt siegte mit 143 Punkten vor Lisa Küllmer (RSC Cottbus/123) und Lea Lin Teutenberg (Köln/115/WNT Rotor pro Cycling Team). 

In Temporunde und Ausscheidungsfahren ging der Disziplinsieg jeweils an sie. Klein hatte während des Vierkampfs sogar noch Zeit, mit Freund Maximilian Dörnbach an einem gemischten Teamsprint-Wettbewerb teilzunehmen. „Der Sieg war aber nicht so leicht, wie es aussah“, sagte die Wahl-Erfurterin nach ihrem ersten Omnium-Titel.

Lena Charlotte Reißner (SSV Gera) wurde in ihrer ersten Meisterschaft bei den Frauen Achte, Vanessa Wolfram (RSC Turbine Erfurt) wurde Zehnte. Bei den am Vortag ausgetragenen Meisterschaften der Juniorinnen erkämpften sich Dorothea Heitzmann (Turbine) und Friederike Stern (RV Elxleben) die Silber- bzw. Bronzemedaille. Bei den männlichen Junioren belegte Luca Rohde (Turbine) den 5. Platz. 

Vogel zur „Sportlerin des Jahres“ in Thüringen gewählt

Die Thüringer Sportler des Jahres 2018 stehen fest! Zum sechsten Mal zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde Weltmeisterin Kristina Vogel – mit riesigem Vorsprung. Olympiagold brachte den Sieg – erstmals ist das Bobteam Mariama Jamanka Thüringer Mannschaft des Jahres. Bei den Sportlern setzte sich Speerwurf-Europameister Thomas Röhler in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Biathlet Erik Lesser durch. Insgesamt gingen 9.200 Stimmen von Fans, Sportgremien und Journalisten in die Sportlerumfrage 2018 ein – neuer Rekord! Die drei Erstplatzierten jeder Kategorie erhalten ihre Pokale beim Ball des Thüringer Sports am 6. April 2019 in der Messehalle Erfurt. Freuen können sich auch die Rollstuhlbasketballer der RSB Thuringia Bulls, eine Jury wählte den Deutschen Meister als Sieger in der Kategorie „Behindertensportler des Jahres“ aus.

Die Ergebnisse:

https://www.thueringen-sport.de/index.php?id=321&rid=t_1888&mid=26&aC=99de7dcd&jumpurl=4

Vom Nationaltrainer Chinas zum deutschen Bundestrainer

Tim Zühlke ist wieder zu Hause und für die Bahn-Junioren verantwortlich. Der Erfurter Radsporttrainer Tim Zühlke gehört mit zwei Olympischen Goldmedaillen, zwei Olympischen Bronzeplaketten, 13 WM-Goldmedaillen und sieben weitere WM-Medaillen sowie 34 Weltcupsiegen und zahlreichen Junioren-WM-Titeln und -Medaillen seiner von ihm betreuten Sportler zu den erfolgreichsten deutschen Radsporttrainern. Zu seinen erfolgreichsten Schützlingen gehörten auch Kristina Vogel, Rene Enders und Pauline Grabosch.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde er Nationaltrainer in China und kehrte enttäuscht zurück. Mit Jahresbeginn übernimmt er nun vom Erfurter Helmut Taudte, der viele Jahre die deutschen Bahn-Ausdauer-Junioren erfolgreich zu WM-Titeln und Medaillen führte und nun in den Ruhestand geht, das Amt des Junioren-Bundestrainers. Wir sprchen mit dem 39-Jährigen Zühlke,

Sie sind im Herbst 2017 voller Zukunftsplänen als Nationaltrainer nach China gegangen und kamen enttäuscht zurück, woran lag das?
Dort haben die Rahmenbedingungen für ein gut funktionierendes Trainings- und Wettkampfsystem aus meiner Sicht nicht gepasst. Nach mehreren Enttäuschung habe ich meinen Vertrag in Peking dann Mitte diesen Jahres gekündigt und bin seitdem wieder zu Hause.

Hat sich Ihre Familie darüber gefreut?
Das kann man wohl sagen. Meine Frau Katharina und unsere kleinen Kinder Marcus und Jonas sind glücklich, dass unsere Familie nun wieder hier zusammen lebt.

Haben Sie seitdem beruflich etwas getan?
Kaum. Ich habe ab Juli beim Sprint-Bundestrainer Detlef Uebel bei Training und Wettkämpfen assistiert „um nicht aus der Übung zu kommen“.

Und nun werden Sie selbst Junioren-Bundestrainer, wie war das möglich?
Da war ein bisschen Glück dabei, dass Helmut Taudte in den Ruhestand ging. Ich hatte mich beworben und bin dem Bund Deutscher Radfahrer(BDR) dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, wieder in das deutsche System ein zusteigen.

Wofür sind Sie dabei verantwortlich?
Als Bundestrainer der Junioren-Bahn-Ausdauer kümmere ich mich um die Disziplinen Einzelverfolgung, Mannschaftsverfolgung, Madison und Omnium.

Wie viel Fahrer umfasst Ihr Junioren-Nationalkader?
Insgesamt sind das 20 Sportler, zehn 17-Jährige und zehn 18-Jährige.

Sind auch Erfurter Nachwuchsfahrer dabei?
Ja. Tim Oelke, Dominik Wolf und Luka Rohde wohnen in unserer Stadt.

Wo werden Ihre Arbeitsorte sein?
Ich kann einiges von zu Hause erledigen, bin aber auch bei Lehrgängen sowie Wettkämpfen auf Straße und Bahn unterwegs.

Was sind die Höhepunkte Ihrer Arbeit mit den jungen Sportlern?
Zunächst die Europameisterschaften vom 9. bis 14. Juli auf der Hallenbahn in Gent und dann die Welttitelkämpfe vom 14. bis 18. August in Frankfurt/Oder.

Und Ihre persönlichen Ziele?
Zunächst möchte ich den deutschen Vierer-Rekord über 4000m von 4:07,8 Minuten von der WM diesen Jahres im schweizerischen Aigle auf 4:05 min. verbessern, da müssten die Jungs 58.8 km/h fahren. Da die Geschwindigkeiten und Intensitäten immer höher werden ist besonders Krafttraining gefragt. Damit möchte ich unsere Junioren wieder zur Weltspitze, mit Australien und Neuseeland, zurück führen.

Wollen Sie damit auch Ihre Familientradition fortsetzen?
Das ist wohl fast automatisch so, denn mein Opa Manfred, mein Vater Frank und mein Onkel Rainer waren ebenfalls erfolgreiche Trainer in Erfurt.

Mit Bundesliga-Einzelsieg und Deutschen Bergmeistertitel Jakob Gessner ist einer…

Der Erfurter Jakob Gessner ist im siebten Jahr aktiver Radsportler und besucht die 12. Klasse des Sportgymnasiums. In seinem letzten Juniorenjahr feierte der 18-Jährige unter seinem Trainer Michael Beckert bemerkenswerte nationale und internationale Erfolge. Jakob gibt einen kleinen Einbick in die abgelaufene Saison mit vom Stevens Junior-Team Thüringen.

Wann begann Deine abgelaufene Saison?
Das war bei dem belgischen Klassiker Gent-Wevelgem bereits Ende März über 118 Kilometer kurz nach einem Trainingslager auf Mallorca.

Wie viel Trainingskilometer gehören dazu?
Die Vorbereitung begann bereits Ende November 2017 und vor dem ersten Start hatte ich etwa 7500 Kilometer in den Beinen.

Welche Rennen ist Du dann bestritten?
Bei der Internationalen Junioren-Rundfahrt um Cottbus war ich Gesamtsechster, beim ersten Bundesligarennen in Düren bin ich in der letzten Kurve gestürzt und beim traditionellen Frankfurt-Eschborn am 1. Mai landet ich auf Platz zehn.

Gab es weitere internationalen Starts?
Ja. Ich landete bei Etappenrennen in Tschechien, Frankreich und der Saarland-Rundfahrt auf vielen vorderen Plätzen. Das beste war wohl beim „Giro della Lunigiana“ in Italien, dort wurde ich hinter zwei Belgiern Gesamtdritter.

Was waren die nationalen Höhepunkte?
Bei der Deutschen Straßenmeisterschaft in Reinstetten wurde ich Vierter und bei den Einzelzeitfahrtitelkämpfen in Otter bei Hamburg holte ich die Silbermedaille. Dazu gewann ich die Deutsche Bergmeisterschaft, das war insgesamt mein vierter Nationaler Titel auf Bahn und Straße, sowie die Gesamtwertung nach sieben Rennen der „lila Logistik Rad-Bundesliga“. Da habe ich mich besonders gefreut, dass ich am 21-prozentigen Anstieg zur Mausefalle alle Gegner abhängen und einen souveränen Sieg feiern konnte. Bei der Bundesliga-Gesamtwertung habe ich dazu noch bei der durchgehende Sprint- und Bergwertung triumphiert.

Und bei internationalen Titelkämpfen?
Bei der sehr schweren Europameisterschaft in Zlim(Tschechien) mit 2857 Höhenmetern über 118 km landete ich auf Rang sieben und bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck war ich im Einzelzeitfahren 12. und beim Straßenrennen 14.

Und wie geht es nächste Saison in der Eliteklasse weiter?
Das ist natürlich erst einmal ein großer Leistungssprung aus der Juniorenklasse. Obwohl ich im Frühjahr mein Abitur mit der gleichen Willensstärke wie bei beim Radsport sehr gut abschließen möchte, will ich auch meine sportlichen Leistungen weiter steigern und bei einem Continentalteam(die dritte Liga im Profi-Strassensport/Autor) mich eingewöhnen.

Hast Du ein Vorbild?
Ja. Das ist mein Bruder Konrad der beim „Leopard pro Cycling Team“ in Luxemburg unter Vertrag steht. Leider hatte er dieses Frühjahr einen schweren Sturz in Frankreich mit langwierigen Verletzungen und konnte nicht recht in Form kommen, aber ich bin sicher dass er nächstes Jahr wieder vorn voll mit angreift.

Wie siehst Du Deine weitere Zukunft?
Ich möchte später ein guter Straßenprofi in einem World Tour Team(erste Profiliga/Autor)werden, der bei Klassikern und großen Rundfahrten seinen Lebensunterhalt verdient. Nach meinem ersten U23-Jahr werde ich trotzdem ein Studium beginnen, um beim Scheitern meiner sportlichen Ziele einen Plan B zu haben.

Silber für die Sprinterinnen, Frauen-Vierer mit neuem deutschem Rekord

Zum Bahnrad-Weltcup in Milton/Ontario setzten sich vor allem die Thüringer Frauen erfolgreich in Szene. Pauline Grabosch (Erfurt) holte gemeinsam mit Emma Hinze und Miriam Welte die Silbermedaille im Teamsprint. Sie erreichte außerdem im Sprint den achten Platz.
Der Frauen-Vierer verbesserte zum dritten Mal innerhalb einer Woche den deutschen Rekord. Im kleinen Finale der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung unterlagen Lisa Brennauer, Lisa Klein (Erfurt), Charlotte Becker und Franziska Brauße in 4:19,668 Sekunden zwar gegen Neuseeland (4:19,247), steigerten sich gegenüber der Qualifikation aber nochmals um über eine Sekunde.

Huppertz gewinnt Bundesliga-Abschluss am Bilster Berg – Walsleben Gesamtsieger


Bilster Berg (rad-net) – Joshua Huppertz (Lotto-Kern Haus) hat das Abschlussrennen der «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» am Bilster Berg gewonnen. Im Sprint einer dreiköpfigen Gruppe setzte er sich vor Patrick Haller (Heizomat rad-net.de) und Justin Wolf (Sportforum Düsseldorf/Kaarst-Büttgen) durch. Gesamtsieger der Rad-Bundesliga wurde erwartungsgemäß Philipp Walsleben (P&S Thüringen), der seine Führung bei dem 147 Kilometer langen Rennen souverän verteidigte.

Von Beginn an gab es immer wieder Angriffe aus dem Feld, von denen aber keiner von Erfolg gekrönt war. Eine Vorentscheidung sollte zehn Runden vor Schluss, also etwa 40 Kilometer vor dem Ziel, fallen als Justin Wolf gemeinsam mit zwei weiteren Fahrern aus dem Peloton davon fuhr. Rund 15 Kilometer später konnten seine beiden Mitstreiter das Tempo aber nicht mehr mitgehen und mussten reißen lassen. Wolf setzte derweil seine Fahrt alleine an der Spitze des Rennens fort.

In der vorletzten von insgesamt 35 4,2 Kilometer langen Runden griff Joshua Hupertz aus dem Feld an und konnte alleine zu Wolf aufschließen. Nach dessen Angriff machte Pascal Treubel seinem Teamkollegen Patrick Haller das Tempo und ermöglichte ihm, noch in derselben Runde den Anschluss zu dem Spitzenduo herzustellen. Als es in die Schlussrunde ging, erhöhte Haller das Tempo und wollte sich am Anstieg von seinen beiden Kontrahenten absetzen, konnte auch eine kleine Lücke reißen, aber wurde wieder eingeholt, so dass die Entscheidung im Sprint der drei Ausreißer fiel. Huppertz, als endschneller Mann bekannt, setzte sich deutlich vor Haller und Wolf durch. Walsleben kam als 15. ins Ziel.

In der Gesamtwertung setzte sich Philipp Walsleben mit 1090 Punkten vor Jonas Rutsch (981 Punkte/Lotto-Kern Haus) und Christopher Hatz (Radteam Herrmann) durch. Die Sprintwertung und die des besten Amateurs gewann Walsleben ebenfalls, in der Bergwertung hatte Mathias Wiele (schnelleStelle Ur-Krostitzer) die Nase vorn, Sieger der Nachwuchswertung war Johannes Hodapp (Sauerland-NRW). Beste Mannschaft war das Team Lotto-Kern Haus.

«Das war wieder ein tolles Bundesliga-Finale am Bilster Berg. In zwei Klassen war der Ausgang in der Gesamtwertung noch eng und entsprechend spannend waren die Rennen. Mein Dank geht auch noch einmal an alle Veranstalter der Saison und die Sponsoren», so BDR-Vizepräsident Günter Schabel, dafür die «Müller – Die lila Logistik Rad-Bundesliga» verantwortlich zeichnet.